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Die Top 10 Mythen in der Hundeerziehung

Hundeforen, Facebook, Instagram, Bücher, Hundetrainer, Tierärzte, Fachzeitschriften, Klatschblätter, Fernsehsendungen etc. der Informationsmarkt in Sachen Hund ist riesig.

Ob das nun gut oder schlecht ist, lassen wir mal dahingestellt. Uns ist wichtig, dass du alles was du liest, hörst und siehst IMMER hinterfragst und NIE ohne darüber nachzudenken handelst. Ob Experte oder Laie, das Wissen über Hunde ist genauso wenig statisch, wie das Wissen über unsere eigene Art, deshalb bitten wir dich nachfolgende Mythen nicht in Stein gemeißelt zu sehen, sondern als Denkanstoß.

Die Top 10 der aktuellen Hundemythen:

Welpen haben Welpenschutz.

Fakt ist, es gibt eine Art Welpenschutz in der eigenen sozialen Gruppe. Das eigene Genmaterial wird geschützt, nicht jedoch fremdes Genmaterial. Fremde Welpen können bei Hunden sogar als Konkurrenz angesehen werden, was im schlimmsten Fall auch zum Angriff führen kann. Ist der Welpe also nicht mehr im Familienverbund (sprich: Mutter, ggf. Vater und Geschwister) gilt keine Form von Welpenschutz. Fremde Hündinnen können je nach Zyklusstadium anders auf Welpen reagieren, daher besteht hier nochmal gesonderte Vorsicht!

Hunde dürfen Zerrspiele niemals gewinnen.

Ein weit verbreiteter Mythos ist, dass gewonnene Zerrspiele, dem Hund ein Gefühl der Überlegenheit gegenüber seines Besitzers vermitteln. Das stimmt nicht so ganz! Wenn du und dein Hund eine gute Beziehung oder sogar eine Bindung zueinander habt, dann versteht dein Hund, dass es ein Spiel ist und kein Wegnehmen einer Ressource. Ein ausgelassenes Spiel besteht immer aus einem Wechsel zwischen gewinnen und verlieren. Warum sollte dein Hund immer der Verlierer sein? Durch einen Gewinn wird bei deinem Hund sein Selbstwertgefühl bestätigt und verbindet gleichzeitig eine positive Emotion mit dir und diesem Spiel. Lasse ihn also ruhig auch mal triumphieren!

Dein Hund muss immer hinter dir laufen und darf neue Räume/Gegenden immer erst nach dir betreten.

Wissenschaftliche Feldforschungen an Wölfen (z. B. Bloch) zeigen, dass Laufpositionen und Statusrang nicht gleichzusetzen oder abhängig voneinander sind. Es kann ganz unterschiedliche Gründe haben, warum ein Tier voran läuft und ein anderes das Schlusslicht bildet. Beispiele dafür wären: Kraft, bessere Ausdauer, Mut oder Neugierde. Es bringt dir also keinen Vorteil in deiner Machtposition, wenn du deinen Hund immer hinter dir laufen lässt. Rituale, dass dein Hund erst nach dir die Haustür verlässt sind aus Sicht der Sicherheit für deinen Hund jedoch durchaus sinnvoll. Wichtig ist, deine Vorläuferposition hat rein gar nichts, mit deiner Stellung gegenüber deinem Hund zu tun.

Belohnen mit Leckerlis sollte man vermeiden.

Ein Streitthema bei vielen Hundetrainern. Dazu möchten wir dir einen Denkanstoß geben: Wann lohnt es sich für deinen Hund, eine Änderung in seinem Verhalten auszuführen? Diese Frage ist individuell für jeden Hund, aber auch für jede Situation in der du mit deinem Hund bist. In dem Wort „Belohnung“ steckt das Wort „Lohn“. Eine Verhaltensänderung wird immer nur ausgeführt, wenn die Änderung für den Hund eine Verbesserung daraus entsteht. Mag dein Hund also keine Leckerlis, dann lohnt es sich nicht, dafür sein Verhalten zu ändern. Mag er Leckerlis, ist es sicherlich ein guter Anreiz seine Situation zu verbessern. Genauso gut, kannst du deinen Hund aber auch mit Spiel oder Zuneigung belohnen. Gerade, weil Futter endlich ist und dein Hund irgendwann satt. Tipp von unserem Trainer-Team: Finde zwei Belohnungen, die für deinen Hund belohnend sind und kombiniere sie. Du kennst deinen Hund am besten!

Alte Hunde können nichts mehr lernen.

Getreu nach dem Spruch: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr“. Wäre ja eine schöne Ausrede, für alle die einen Hund erst im höheren Alter bei sich aufnehmen, stimmt aber nicht. Schon mal was von „erneuerbaren Zellen“ gehört? Gerade Zellen im Hippocampus (Lernzentrum) sind unglaublich plastisch, d.h sie erneuern und verändern sich, demnach kann auch ein alter Hund neues Lernen und ist immer noch in der Lage trainiert zu werden. Was nicht bedeuten soll, dass es ein leichter Weg ist, gerade bei unerwünschte Verhaltensweisen, mit dem der Hund schon etliche Male Erfolg hatte, können sehr hartnäckig sein und man sollte einen Trainer zu Rate ziehen. Melde dich mit solchen Anliegen gerne in unserem Trainer-Chat.

Die klären das unter sich.

Wir hoffen an dieser Stelle, dass es mittlerweile kein Mythos mehr ist, sondern dass dieser Satz bei mittlerweile allen Hundehaltern die Alarmglocken klingeln lässt.

Für alle die noch an diesem Satz festhängen: Was sollen sie denn regeln?

Wir hoffen allen ist klar, dass man bei einer Auseinandersetzung zwischen Hunden eingreifen kann, darf und auch sollte, sofern die Situation aus dem Ruder läuft. Mal abgesehen davon, dass ein kleiner 4Kg Hund wohl kaum gegen einen 40 kg Hund etwas entgegenzusetzen hat. Als zuverlässiger Bindungspartner ist es deine Pflicht deinen Hund in unsicheren Situationen als sicherer Hafen zur Seite zu stehen. Du trägst die Verantwortung für deinen Hund!

Hunde müssen immer freundlich zueinander sein, ansonsten haben sie ein Verhaltensproblem.

Ok. Frage: Magst du jeden Menschen? Hast du dich schon mal mit wem gestritten? Warum sollen unsere Hunde jeden anderen Hund mögen? Es gibt auch bei unseren Fellnasen Sympathien und eben auch nicht. Wichtig ist, zu wissen, dass es auch Situationsabhängig ist. Alter, Gesundheit, Geschlecht, Hormonstatus, alles Dinge die Freunde zu Feinden werden lassen können. Beobachte deinen Hund und du wirst schnell merken, mit wem er kann und mit wem eben auch nicht. Ein paar Freunde zu haben ist schön, aber mit jedem auf der Hundewiese befreundet zu sein, kann auch ganz schön stressig werden.

Hunde dürfen nicht mit in Bett, da du ihn sonst zum Chef machst!

Ein Rangordnungsproblem kann vielen Gründen zugrunde liegen, jedoch entsteht es nicht daraus, dass du deinen Hund bei dir schlafen lässt. Hunde entscheiden sich in der Regel dafür aufs Bett oder Sofa zu springen, da sie es genauso bequem finden, wie du auch. In der Regel fördert ein Kontaktliegen mit deinem Hund sogar eure Bindung! Es ist also kein Drama, solange du möchtest, dass dein Hund dir im Bett oder auf dem Sofa Gesellschaft leistet. Eine neue Studie hat sogar herausgefunden, dass Frauen besser schlafen, wenn ein Hund im Bett schläft. Möchtest du dennoch, dass dein Hund woanders schläft, hilft es ihm diesen Platz besonders komfortabel zu mache, z.B. indem du Futter oder Kauartikel dort in unregelmäßigen Abständen versteckst.

Ein Brustgeschirr ist besser als ein Halsband.

Ein Thema über das sich sicherlich viele Tierärzte und Hundetrainer streiten. Dazu möchten wir hier auch gar nicht viel ansprechen, denn auch wir sind keine Tierärzte! Fakt ist, das Brustgeschirr wurde ganz ursprünglich dafür verwendet, dass Hunde damit ziehen z. B. einen Schlitten. Fakt ist auch, dass ein Geschirr das Zuggewicht über den Körper gleichmäßig verteilt und ein Halsband eben nicht. Somit übt das Halsband bei hohem Zug kraft auf die Halswirbelsäule aus. Zieht dein Hund stark, liegt es also ganz bei dir, ob du es ihm schlicht weg abtrainierst, dann wird auch ein Halsband deinem Hund keinen Schaden zuführen oder ob du dich entscheidest ein Geschirr anzulegen. Was nicht bedeutet, dass man Ziehen nicht auch mit Geschirr abtrainieren kann. Es ist dein Hund, du entscheidest. Besser und Schlechter möchten wir hier nicht werten, unsere Trainer benutzen beides!

Hunde die knurren sind aggressiv.

Manchmal müssen wir Menschen uns einfach von unserem Bedürfnis nach Harmonie trennen und uns eingestehen, dass auch unsere Hunde, Missfallen einen Ausdruck verleihen dürfen. Wie sollen sie uns sonst zeigen, dass ihnen etwas nicht gefällt? Sprechen können sie nicht! Das Knurren und Zähne fletschen ist eine Warnung, dass ein anderer Hund oder auch wir etwas tun, was Missfallen bei unserem Hund auslöst. Das können sein: Schmerzen, Distanzunterschreitung etc. Wichtig hierbei ist, es darf nicht in mehr umschlagen! Den Hund lesen zu lernen ist dabei sehr wichtig. Bist du dir unsicher, solltest du also einen Trainer zu Rate ziehen! Schicke uns gerne in unserem Trainer-Chat Videos von einer Situation, bei der du eine Einschätzung haben möchtest.

Das waren nun unsere Top 10 Mythen rund um den Hund. Wir hoffen du konntest dir so einen guten Überblick verschaffen, falls du mehr Informationen zu einzelnen Themen möchtest, schaue doch mal in der Pupy App vorbei. Dort bekommst du regelmäßig Tipps für dich und deinen Hund und kannst dich bei Fragen an unsere professionellen Hundetrainer wenden.

Wir wünschen dir viel Spaß mit deinem Hund

Dein Pupy Team

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Tierschutzhunde – Erfahrungsbericht von Frederike

Von 900 Millionen Hunden weltweit, leben 700 Millionen von ihnen auf der Straße.

Dies ist eine enorm hohe Zahl. Aufgrund dessen freue ich mich sowie zahlreiche Tierschützer, über jeden einzelnen Hund aus dem Tierschutz, der ein tolles Zuhause in einer Familie findet.

Seit ein paar Wochen habe ich einen zweiten Hund aus dem Tierschutz. Somit lebe ich mit meiner siebenjährigen ehemaligen Straßenhündin Nala aus Rumänien und einem fünfmonatigen Junghund namens Swift aus Spanien zusammen. Beide haben ihre ersten Lebenswochen und -monate in einem Tierheim verbracht, bis sie zu mir einzogen.

Was es bedeutet einen Tierschutzhund aufzunehmen

Einen Hund aus dem Tierschutz zu adoptieren ist eine tolle Sache – sie ist aber auch nicht so einfach. Zuerst einmal muss eine geeignete Tierschutzorganisation gefunden werden – leider gibt es auch hier einige schwarze Schafe. Beide meiner Hunde haben besondere Adoptionsgeschichten und in den meisten Fällen läuft es nicht so, dass man sich irgendeinen Hund aussucht und dieser dann gleich bei einem einzieht. Bei Nala habe ich lange im Internet nach einem passenden Hund gesucht. Sie ist mein erster Hund und ich hatte keine besonderen Vorstellungen davon, was ich von einem Hund erwarte. Es sollte nur die Chemie stimmen. Irgendetwas kam bei allen Hunden dazwischen. Entweder der Hund war schon weg oder irgendwie passte dann doch nicht das Bauchgefühl.

Im Internet gibt es diverse Seiten wie tiervermittlungen.de und edogs.de, auf denen ich ebenfalls geschaut habe, die die zahlreichen Hunde aus Tierheimen in ganz Europa bündeln und auf denen ebenfalls ein Filter gesetzt werden kann. Ich zum Beispiel habe vor ein paar Monaten nach einem männlichen Hütehund-Junghund gesucht, am liebsten ein Border Collie (Mischling). Irgendwann sah ich Swift und es hat sofort geklickt. Er war allerdings schon reserviert. Durch Zufall hat sich ergeben, dass ausgerechnet bei ihm die Interessenten abgesprungen sind und ich ihn doch adoptieren könnte. Bei meiner Hündin Nala hatte ich damals für einen anderen Hund Interesse bekundet, aber die Vermittlerin schlug mir dann Nala vor – eine Hündin die dann mein komplettes Leben veränderte. Die Vorschläge von den Vermittelnden können also sehr hilfreich sein und sollten zumindest bedacht werden.

Kontrolliere auf jeden Fall, ob die Tierschutzorganisation seriös ist bevor du einen Hund aufnimmst. Anzeichen dafür sind, dass sich die Vermittelnden für dich und deine Wohnsituation interessieren, dich ausführlich über den Hund informieren und den Hund im Notfall auch wieder zurücknehmen würden. Außerdem werden in einer seriösen Tierschutzorganisation keine Welpen, die jünger als 16 Wochen sind vermittelt und die ausreisenden Hunde sind geimpft, geschippt und entwurmt.

Ich hatte dann im Jahre 2014 auf den Rat der Vermittlerin gehört und mir die besagte Hündin angeschaut – Nala war schon in einem Tierheim in Deutschland, sodass ich sie vorher besuchen konnte. Dies ist super hilfreich und sollte auf jeden Fall, wenn es möglich ist beansprucht werden. Swift kam direkt aus Spanien. Ihn konnte ich nicht vorher kennenlernen und es war ein deutlich größeres Risiko. In solchen Fällen bemühen sich aber seriöse Tierschutzorganisationen viele Informationen über den Aufenthalt der Hunde zu geben und dich regelmäßig mit Fotos oder Videos zu versorgen.

Nachdem ich mich dann jeweils für den Hund entschieden hatte, wurde bei mir zu Hause eine Vorkontrolle durchgeführt. Dabei wird kontrolliert, ob die Angaben über das Lebensumfeld wirklich stimmen und diese zu dem Hund passen. Im Normalfall entwickelt sich ein nettes Gespräch und ich habe bei Swift auch nochmal ein paar gute Tipps mit auf den Weg bekommen.

Nach der Vorkontrolle wird dann ein Schutzvertrag unterschrieben, welcher von einer seriösen Tierschutzorganisation immer aufgesetzt wird. Und dann beginnt das Abenteuer (neuer) Hund.

Der Weg ins neue Zuhause

Nala habe ich im Tierheim in Deutschland abgeholt. Swift wurde mit einem Transporter nach Deutschland gebracht und ich habe ihn an einer Sammelstelle abgeholt. Dabei ist es super wichtig den Hund gut zu sichern und ihm den Start in sein neues Leben so angenehm wie möglich zu machen. Nachdem Swift viele Stunden im Transporter gesessen hatte, musste er jetzt nochmal 500 Kilometer mit uns ins Ruhrgebiet fahren – eine enorme Beanspruchung für den Hund. Bei der Abholung solltest du deshalb immer eine Begleitung dabei haben – mich hat mein Freund begleitet und uns gefahren, sodass ich mich ganz auf Swift konzentrieren konnte. Jede Stunde haben wir eine kurze Pause gemacht, dafür sind wir von der Autobahn abgefahren und haben uns eine ruhige Wiese gesucht, um die Fremden Reize (z.B. Autobahnlärm) besonders gering zu halten.

Eingewöhnung braucht seine Zeit

Zuhause angekommen erleben die meisten Tierschutzhunde erstmal einen Kulturschock. Nala hatte noch nie zuvor ein Haus von innen gesehen und Swift hatte nur zwischendurch für eine kurze Zeit auf einer Pflegestelle gelebt und dann auch im Tierheim auf ein neues Leben gewartet. Je nachdem wie alt der Hund ist, müssen nun verschiedene Dinge beachtet werden. Nala war damals ungefähr ein halbes Jahr alt und Swift vier Monate. Umso jünger die Hunde sind, umso einfacher und schneller gewöhnen sie sich an ihr neues zu Hause. Achtung – auch hier bestätigen Ausnahmen die Regel! Da jeder Hund ein Individuum ist, gibt es auch hier sehr große Unterschiede und es kommt sehr auf die Erfahrung des Hundehaltenden und auf die Umstände an.

Als Nala bei mir einzog, hat es viel länger gedauert, bis sie sich eingewöhnt hat. Sie hatte sehr viel Angst und ich war einfach sehr unbeholfen, geschuldet der Tatsache, dass Nala mein erster Hund und allgemein der erste Hund in unserer Familie war. Aber trotz des schweren Starts ist aus Nala trotzdem ein toller Hund geworden. Swifts Eingewöhnung läuft momentan deutlich einfacher. Zum einen, weil er allgemein ein recht aufgeweckter Welpe ist, sobald er seine anfängliche Unsicherheit überwunden hat. Dazu kommt aber, dass ich mittlerweile viel mehr Ahnung von Hunden habe und Nala ihm als souveräner Ersthund ebenfalls viel beibringen kann.

Was du beim Einzug eines Tierschutzhundes beachten solltest.

Allgemein sind aber bei dem Einzug eines Hundes aus dem Tierschutz einige Sachen immer zu beachten. Zuerst solltest du darauf achten, dass der Hund immer gut gesichert sind. Die meisten Hunde kennen keine Autos, keine Fahrräder und sonstige andere Sachen, die für uns alltäglich sind. Damit der neu eingezogene Hund nicht gleich auf der Fahndungsliste landet, sollte er immer entweder mit einem Sicherheitsgeschirr oder mit der Kombination Geschirr und Halsband gesichert werden. Damit der Hund nicht immer an der kurzen Führleine bleiben muss, eignet sich der Gebrauch einer Schleppleine. Zusätzlich solltest du deinem neuen Familienmitglied genügend Zeit zum Einleben zugestehen und nicht zu viel von ihm erwarten. Es ist eine Meisterleistung für jeden Hund aus dem Tierschutz sich in Deutschland einzugewöhnen und das braucht Zeit sowie viele positive Erfahrungen mit fremden Menschen, Hunden und der Umwelt. Ebenfalls solltest du dich intensiv mit der Theorie rund um den Hund und Hundetraining beschäftigen und dir bestenfalls professionelle Unterstützung in Form einer Hundeschule oder einem Hundetrainer organisieren. Auch in der Pupy-App stehen wir dir mit Tipps und Trainingshilfen zur Seite und begleiten dich und deinem Hund bei eurer gemeinsamen Reise zu einem tollen Mensch-Hund-Team.

Auch bei uns hat es mit Nala einige Monate gedauert, bis wir wirklich zueinander fanden. Geholfen hat uns dabei ein gemeinsames Hobby. Jeder Hund profitiert davon, wenn er eine Aufgabe bekommt und auch ich kann es nur empfehlen sich etwas mit dem Hund zu suchen, was beiden Spaß macht. Die nächsten Jahre wird es immer wieder zu kleinen und größeren Problemen kommen, vor diesen Herausforderungen steht man aber mit jedem Hund – egal wo seine Herkunft liegt. Wichtig ist es, sich nicht entmutigen zu lassen und immer weiter nach neuen Lösungen zu suchen. Durch die intensive Beschäftigung mit deinem Hund wirst du dann durch unzählige tolle Augenblicke belohnt.

Ich will mir ein Leben ohne meine zwei tollen Tierschutzhunde Nala und Swift nicht vorstellen.

Adoption eines Hundes aus dem Tierschutz:

Vorteile:

  • Ein Tier bekommt ein besseres zu Hause; aktiver Beitrag zum Tierschutz
  • Sehr viele Hunde im Tierschutz; jeder kann einen passenden Hund finden (selbst „Rassewelpen“)
  • Nicht jeder Hund im Tierschutz hat eine schwierige Vergangenheit oder bringt Probleme mit sich (Informiere dich vorher ausreichend!)

Nachteile:

  • Oft ungewisse Vergangenheit; wenige Informationen allgemein über den Hund
  • Keine Garantie, dass der Hund gesund ist (besondere Vorsicht vor Mittelmeerkrankheiten beim Auslandstierschutz)
  • Mögliche Schwierigkeiten den passenden Hund zu finden, da du den Hund nicht immer vorher persönlich kennenlernen kannst.
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Einzelhund- oder Mehrhundehaltung?

Viele Hundeliebhaber schaffen sich nach einiger Zeit einen zweiten oder sogar noch mehr weitere Hunde an. Doch was ist besser? Einzelhund- oder Mehrhundehaltung?

Was bringt ein Zweithund mit sich?

Lebt nur ein Hund in einem Haushalt stehen für diesen Hund mehr Zeit und Aufmerksamkeit zur Verfügung. Vor allem bei sehr vielen Hunden in einem Haushalt ist es schwierig allen Hunden gerecht zu werden und sie nach ihren individuellen Bedürfnissen zu betreuen. Bei einem Einzelhund kann es einfacher sein Probleme zu erkennen und entsprechend zu reagieren. Ziehen zwei oder mehr Hunde an der Leine oder zeigen anderes unerwünschtes Verhalten, ist es deutlich schwieriger die Situation unter Kontrolle zu behalten. Wird für den Urlaub eine Urlaubsbetreuung benötigt oder ist man im Krankheitsfall auf Hilfe angewiesen, ist es ebenfalls deutlich einfacher für einen Hund Unterstützung zu bekommen. Darüber hinaus darf nicht vergessen werden, dass ein Hund deutlich günstiger in der Versorgung ist. Futter-, Tierarztkosten usw. verdoppeln oder vervielfachen sich bei mehreren Hunden. Außerdem binden sich Einzelhunde in der Regel enger an den Menschen und haben eine intensivere Beziehung. Je mehr Menschen und Tiere zu einem Haushalt gehören, desto länger dauert es für einen neuen Hund individuelle Bindungen einzugehen.

Faktoren, die für eine Mehrhundehaltung sprechen.

Jeder Hund ist anders und kann dein Leben in einem anderem Kontext bereichern. So kann jeder Hund durch seine individuellen Stärken für bestimmte Aufgaben gehalten werden, zum Beispiel für eine bestimmte Hundesportart oder die Therapiehundearbeit. Außerdem bieten die verschiedenen Charaktere der Hunde einen interessanten und tiefen Einblick in die Hundewelt und die innerartliche Kommunikation. Mit einem zweiten (oder mehr) Hund(en) haben die Hunde immer einen Freund zur Verfügung – sei es zum Spielen oder nur damit der einzelne Hund nicht so alleine ist. Ein souveräner Ersthund kann außerdem dem Neuling viel beibringen. Doch Achtung! Es wird sich ebenfalls unerwünschtes Verhalten vom anderen Hund abgeschaut. Nicht jeder Hund ist für eine Mehrhundehaltung geeignet und das sollte respektiert werden. Die Entscheidung zu einem Zweithund sollte also nicht nur aus persönlichen Gründen sondern immer auch mit einem Blick auf seinen jetzigen vierbeinigen Begleiter getroffen werden.

Was ist nun besser?

Es lässt sich nicht pauschal sagen, ob die Einzelhunde- oder Mehrhundehaltung besser ist. Es kommt ganz auf den Typ Mensch und Hund an, als auch auf die Vorstellung des Zusammenlebens. Umso mehr Hunde dazukommen, umso eingeschränkter sind die Freiheiten und umso mehr Zeit benötigen die Hunde. Gleich verhält es sich mit den Kosten. Es sollte auf jeden Fall genauso wie bei der Anschaffung eines ersten Hundes, gut überlegt werden, ob ein oder mehrere weitere Hunde in das Leben passen und ob man diesen gerecht werden kann. Ebenfalls beachtet werden sollte, dass nicht jeder Hund von einem weiteren Hund profitiert, es sollte also auch geschaut werden, ob man dem vorhandenen Hund wirklich einen Gefallen mit einem weiteren Hund tut.

Stimmen die Voraussetzungen und hat man viel Spaß und Freude an der intensiven Auseinandersetzung mit mehreren Hunden, kann die Mehrhundehaltung eine Bereicherung sein. Ebenso kannst du aber auch mit nur einem Hund, eine super tolle gemeinsame Zeit verbringen und für den Mehunde-Spaß-Faktor auch mal Hunde von Freunden einladen.

Falls du dir unsicher bist, ob ein Zweithund für dich und deinen Hund in Frage kommt, kannst du dich von unseren professionellen Hundetrainern im Trainer-Chat beraten lassen.

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Dein Sommer mit Hund – Die besten Tipps

Endlich ist es Sommer. Viele Menschen fiebern dieser Jahreszeit das ganze Jahr über entgegen. Für Hundehaltende mit ihren Vierbeinern hat der Sommer jedoch einige Herausforderungen parat. In diesem Artikel werden die wichtigsten Aspekte angesprochen, sodass du gemeinsam mit deinem Hund einen unvergesslichen Sommer erleben kannst.

Bevor die ganzen tollen Sachen, was du alles mit deinem Hund im Sommer machen kannst, vorgestellt werden, gibt es einige wichtige Sachen für die Hundesicherheit zu beachten.

Achtung vor Hitze!

Im Sommer darfst du deinen Hund niemals alleine im Auto lassen. Das Auto heizt sich innerhalb von Minuten so sehr auf, dass es lebensgefährlich für deinen Hund wird. Ab 20 Grad wird es für alle Hunde schnell gefährlich im Auto, für kurznasige Hunde schon früher. Dadurch, dass die Innentemperatur des Autos extrem schnell steigt, darf der Hund auch nicht für ein paar Minuten alleine im Wagen gelassen werden.

Die Gefahr der Hitzefalle im Auto ist mittlerweile vielen Hundehaltenden bekannt, eine weitere große Gefahr, die weitaus mehr Hundehalter sehr unterschätzen, ist die des heißen Asphalts. Bei einer Außentemperatur von 25 Grad Celcius, ist der Asphalt schon über 50 Grad Celcius heiß! Um sicher zu stellen, dass der Untergrund nicht zu heiß für deinen Hund ist, kannst du deinen Handrücken sieben Sekunden auf den Boden legen. Ist der Boden zu heiß für deine Hand, ist er es auch für die Pfoten deines Hundes. Auch wenn dein Hund problemlos über den Asphalt läuft, heißt es nicht, dass er keine Schmerzen hat. Oft haben die Hunde keine andere Wahl als zu laufen und verbrennen sich im Laufe der Zeit die Pfotenballen. Eine gute Faustregel ist es, ab 25 Grad Celcuis Außentemperatur jeden Untergrund kurz mit seinem Handrücken zu testen, bevor der Hund ihn betritt.

Was kannst du aber tun, wenn der Asphalt zu heiß ist?

Kleine Hunde können bis zur nächsten Wiese getragen werden. Mittlere und größere Hunde können in einem Hundebuggy zu der nächsten Wiese gefahren werden oder gleich mit dem Auto in das nächstgelegene Waldstück gebracht werden. Für alle Hunde bietet es sich aber an, die Hunderunden in den Morgen- und Abendstunden zu drehen und tagsüber die Hunde nur in den Garten oder auf die nächstgelegene Wiese für die Verrrichtung ihres Geschäftes zu bringen.

Neben der Verlegung der Hunderunden auf die Morgen- und Abendstunden, sollten ebenfalls alle sportlichen Aktivitäten auf den Morgen oder Abend verlegt werden. An besonders heißen Tagen oder wenn es sich nachts nicht abkühlt, sollten sportliche Aktivitäten komplett eingestellt werden. Sorge auch dafür, dass dein Hund stets genügend Wasser und einen kühlen Platz zur Verfügung hat.

Achtung Grannen!

Eine weitere Gefahr die im Sommer lauert, ist die der Grannen. Grannen wachsen an Wegrändern und können sehr gefährlich für den Hund werden. Die Granne bleibt im Hundefell hängen und bohrt sich durch die Haut in das Innere des Hundes. Aufgrund ihrer kleinen Widerhaken können die Grannen dann nur noch operativ entfernt werden. Im Sommer solltest du Wegränder mit Grannen mit deinem Hund meiden.

Viel Spaß im Wasser!

Aber neben einigen Gefahren, die man als Hundehaltender im Sommer beachten sollte, bietet diese Jahreszeit auch einiges an Spaß.

So sind viele Hunde begeisterte Wasserratten und freuen sich über einen Ausflug an einen See. Der Sommer ist die perfekte Jahreszeit für vielfältige Aktivitäten am Wasser. Wie wäre es mit Stand Up Paddling mit Hund? Hast du nicht die Möglichkeit an einen See zu fahren, ist vielleicht ein Hundeplanschbecken eine tolle Möglichkeit für deinen Hund sich abzukühlen. Einige Hunde haben auch viel Spaß sich eine Wasserschlacht mit dem Gartenschlauch zu liefern. Bei allen Aktivitäten mit oder am Wasser solltest du nur gut darauf achten, dass dein Hund nicht zu viel Wasser schluckt – dann droht eine Wasservergiftung!

Alternativen für wasserscheue Hunde:

Ist dein Hund keine Wasserratte, dann kannst du ihn drinnen mit verschiedenen Übungen beschäftigen. Wie wäre es einen neuen Trick aus unserer Pupy App zu üben oder ein Hundespielzeug für den Hund zu basteln? Oder du versteckst Leckerchen für deinen Hund in der Wohnung. Auch Kauartikel können deinen Hund im Sommer gut beschäftigen. Achte nur darauf, dass es kühl genug ist oder der Hund zwischendurch Pause zum Hecheln macht, um sich abzukühlen.

Ebenfalls freuen wird sich dein Hund über ein Hundeeis. Dieses kannst du ganz leicht selber machen, vielfältige Rezepte gibt es im Internet oder du besuchst ein Eiscafé, welches ebenfalls Sorten für den Hund anbietet (eine Kugel Vanille ist auch ab und zu eine Möglichkeit).

Und was ist mit Reisen?

Der Sommer ist auch eine beliebte Reisezeit. Leider führt dies dazu, dass gerade in den Sommerferien sehr viele Hunde ausgesetzt werden. Bitte kümmere dich früh genug um eine Betreuung für deinen Hund, wenn du ihn nicht mit in den Urlaub nehmen willst. Entscheidest du dich dafür gemeinsam mit deinem Hund Urlaub zu machen, organisiere bitte ebenfalls frühzeitig alles wichtige. Dann kann aber der gemeinsame Urlaub mit Hund wundervolle Erinnerungen bescheren.

Ultimative Tipp-Liste für einen tollen Hundesommer:

  • Achtung heißer Asphalt!
  • Kein Hund bleibt alleine im Auto!
  • Spaziergänge am Morgen und am Abend
  • Achtung Grannen!
  • Genügend Trinkwasser und einen kühlen Platz
  • Ausflug zum See: Schwimmen, Stand Up Paddling und mehr
  • Hundeplanschbecken oder Wasserschlauch
  • In der Wohnung oder Haus mit Kopfarbeit beschäftigen
  • Hundeeis selber machen
  • Hundebetreuung für den Urlaub frühzeitig organisieren oder Urlaub mit Hund planen
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Hund im Auto – Wie du mit deinem Hund entspannt auf Tour fahren kannst.

Das Auto ist ein beliebtes Transportmittel mit Hund. Wer mit seinem Vierbeiner in den Urlaub fahren möchte, weiß den Komfort des eigenen Autos zu schätzen. Für einen entspannten und sicheren Transport deines Hundes gibt es ein paar Grundregeln zu beachten, die wir dir heute vorstellen.

Gewöhne deinen Hund an den Transport im Auto

Bevor du mit deinem Hund länge Strecken fährst, sollte dein Hund an den Transport im Auto gewöhnt sein. Dazu gehört sowohl die Gewöhnung an die Fahr an sich als auch die Gewöhnung an die Sicherheitsvorrichtungen z.B. die Unterbringung in einer Transportbox oder die Fixierung durch einen Sicherheitsgurt.

In unserer App findest du Übungen, wie du deinen Hund sowohl an das Auto, als auch die Hundebox gewöhnen kannst.

Übelkeit während der Autofahrt vermeiden

Falls dein Hund anfällig für Übelkeit und Erbrechen während der Autofahrt ist, kannst du dem vorbeugen, indem du deinen Hund vor der Fahrt nur ein wenig zu fressen gibst oder je nach schwere der Übelkeit, die Situation vorher mit deinem Tierarzt besprichst.

Pausen

Ausreichend Pausen während der Fahrt sind nicht nur für dich als Fahrer wichtig, sonder auch für deinen Hund! Volle Rastplätze an der Autobahn, solltest du mit deinem Hund besser meiden, besonders ängstliche Hunde können durch den Lärm der Autobahn schnell gestresst werden. Nutze die Pausen, um auch mal von der Autobahn abzufahren und besonders bei langen Strecken ein Stück spazieren zu gehen. Auch ein Picknick gemeinsam mit deinem Hund ist eine tolle Idee.

Achte darauf deinem Hund genügend Flüssigkeit anzubieten.

Genügend trinken ist besonders im Sommer super wichtig für deinen Hund, daher biete ihm während eurer Reise immer wieder Wasser an. Es gibt Näpfe, die du auch während der Fahrt z.B. in die Box deines Hundes stellen kannst ohne dass Wasser verschüttet wird.

Achtung bei Hitze!

Zur Fahrt in den Sommerurlaub achtest du am besten darauf, dass du in den frühen Morgenstunden oder späten Abendstunden aufbrichst. Bedenke immer, dass sich dein Auto im Stau oder auch während einer längeren Fahrt aufheizen kann. Die Klimaanlage sollte nur in Maßen eingeschaltet werden, um eine Augenentzündung oder eine Erkältung bei deinem Hund vorzubeugen. Auch offen Fenster können die Augen deines Hundes reizen und zu Entzündungen führen.

Wir wünschen dir eine sichere Fahrt mit deinem Hund!

Dein Pupy-Team

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Können Hunde schwitzen? Tipps für deinen Hund im Sommer!

Endlich Sommer! Die Temperaturen steigen und wir lieben es, Zeit unter freiem Himmel zu verbringen. Doch auch wenn wir uns mit kühlem Eis oder einem Sprung ins Freibad schnell abkühlen können, sollten wir unseren geliebten Vierbeiner dabei nicht vergessen. Wir von Pupy zeigen dir, wie du die langen Sommertage mit deinem Hund genießen kannst.

Können Hunde schwitzen?

Hunde besitzen zwar wenige Schweißdrüsen an den Pfoten, jedoch dienen diese nicht primär dazu, die Körpertemperatur im Sommer zu regulieren, sondern viel mehr dazu, Duftstoffe zu hinterlassen. Die Thermoregulation beim Hund funktioniert über das Hecheln. Durch die Atmung gelangt Luft an die Nasen- und Mundschleimhäute und kühlt durch die Verdunstungskälte den Hund ab, so dass die Körpertemperatur stabil bleibt.

Trinken, Trinken, Trinken!

Achte besonders an heißen Tagen darauf, dass dein Hund genügend Wasser zu sich nimmt, ca. 50 ml pro kg Körpergewicht sind bei normaler Belastung nötig, an heißen Tagen darf es mehr als doppelt so viel sein! Viele Hunde trinken ausreichend, sofern ihnen Wasser zur Verfügung steht. Sollte dein Hund trotzdem wenig trinken, kannst du ein wenig Geschmack ins Wasser bringen, indem du z.B. Leberwurstpaste, Quark o.Ä. ins Wasser mischt oder das Futter von deinem Hund anfeuchtest. Denke bitte auch daran, unterwegs IMMER frisches Wasser mitzunehmen.

Lasse deinen Hund niemals allein im Auto, wenn die Sonne scheint!

Auch bei geringeren Temperaturen kann das Auto zum Backofen werden. Selbst bei 20 Grad kann das Auto innerhalb von 10 Minuten auf 27 Grad aufheizen. Bei 30 Minuten erreicht das Auto bereits einen kritischen Wert von 36 Grad. Nach einer Stunde sind es bis zu 46 Grad!!!

An einem normalen Sommertag steigen die Temperaturen auf etwa 25-30 Grad, bei diesen Temperaturen erreichen wir schon bei 10 Minuten kritische Temperaturen von ca. 40 Grad. Hier hat dein Hund nichts im Auto zu suchen! Lasse ihn während des Einkaufs am besten im kühlen Zuhause!

Verlege die Spaziergänge in die frühen Morgen- und späten Abendstunden.

Besonders zur Mittagszeit steigen die Temperaturen im Sommer stark an und nicht nur die Umgebungstemperatur, sondern auch der aufgeheizte Asphalt können deinem Hund schaden.

Wenn du doch mal Mittags mit deinem Hund vor die Tür musst, dann halte dich bitte immer auf Wiesen oder Waldboden auf. Du kannst mithilfe der Handprobe auch den Asphalt auf seine Erträglichkeit überprüfen, indem du deine Hand für ca. 2 Minuten flach auf den Boden hältst. Kannst du es aushalten oder verbrennst du dir schon die Finger?

Biete deinem Hund genügend Abkühlungen an.

Egal ob Hundeeis, ein schattiges Plätzchen oder einen Sprung in den Hundepool. All diese Sachen kannst du deinem Hund anbieten, damit er sich abkühlen kann. Auch spezielle Kühlmatten können von Hunden angenommen werden. Achte hier nur bitte darauf, dass dein Hund nicht zu lange auf der Matte liegen bleibt (10-20 Minuten maximal), so beugst du einer Unterkühlung vor. Auch das Fell deines Hundes sollte regelmäßig ausgebürstet oder bei bestimmten Rassen ggf. beim Hundefriseur den Temperaturen entsprechen gekürzt werden.

Vertraue deinem Hund!

Wenn dein Hund an einem heißen Tag nicht spazieren, trainieren oder spielen möchte, dann ist das völlig in Ordnung. Auch wir sind an heißen Tagen manchmal träge. Lasse deinen Hund selbst entscheiden, ob er aktiv werden möchte oder nicht. Biete ihm eine unserer Abkühlungen an, aber zwinge ihn nicht, das Eine oder Andere zu tun.

Lade dir jetzt die Pupy App herunter, um täglich kleine Fortschritte, im Training mit deinem Hund zu machen! Wir wünschen dir tolle Sommertage mit deinem Hund und hoffen, dass dir die Tipps gefallen!

Eurer Pupy Team

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Hundeerziehung – Wie du deinem Hund liebevolle Grenzen setzt

Kennst du es auch? Es klingelt und dein Hund stürmt sofort zur Haustüre? Dein Hund springt bei einer Hundebegegnung sofort in die Leine? Oder bleibt einfach nicht in seinem Körbchen liegen, obwohl du ihn dorthin geschickt hast?
All diese Probleme können wir durch liebevoll gesetzte Grenzen lösen. Wir von Pupy möchten dir heute erklären, was eine Grenze ist, warum es wichtig ist Grenzen zu setzten und wie du deinem Hund selbst liebevoll und erfolgreich Grenzen setzt.
Was ist eine Grenze?Eine Grenze ist die Beanspruchung eines Raumes, den dein Hund temporär oder immer (das liegt ganz bei dir) nicht betreten darf. Dabei geht es nicht darum deinen Hund zu bestrafen, sondern eine ganz klare Regel aufzustellen.
Warum sind Grenzen so wichtig?Durch liebevoll gesetzte Grenzen gibst du deinem Hund Orientierung und Sicherheit. Er muss in verschiedenen Situationen z.B. wenn Besuch kommt, nicht selbst entscheiden, wie er sich verhalten soll. Das sorgt dafür, dass dein Hund weniger Stress hat. Zudem können Grenzen Konfliktsituationen vermeiden. Ein gutes Beispiel geben Hunde untereinander selbst: Hebt ein Hund gegenüber dem anderen Anspruch auf einen Raum z.B. das eigene Körbchen, macht er sich meist groß, fixiert und knurrt den anderen Hund ggf. auch an, wenn er sich zu nah an seinen Ruheplatz nähert. Der andere Hund hat jetzt zwei Möglichkeiten, entweder er akzeptiert die Grenze und geht dem Konflikt aus dem Weg oder er überschreitet sie und löst einen Konflikt aus. Die meisten Hunde gehen dem Konflikt aus dem Weg und akzeptieren die Grenze des anderen. Meist folgt darauf ein beschwichtigendes Verhalten z.B. über die Schnauze lecken und abwenden des Hundes, der sich nun eine andere Stelle zum Ruhen sucht.
Wie setzte ich meinem Hund liebevolle Grenzen?Natürlich kommunizieren wir Menschen etwas anders als Hunde, trotzdem können wir gewisse Verhaltensweisen erfolgreich imitieren, sodass unser Hund uns auch versteht.


Kleine Übung:

  1. Stelle dich vor deinen Hund.
  2. Mache dich groß und gehe auf ihn zu.

Was passiert?

  • Die meisten Hunde gehen jetzt einen Schritt zurück oder setzten sich sogar hin.
  • Jetzt wendest du dich wieder von deinem Hund ab und nimmst die Spannung aus der Situation.

Was passiert?

  • Bleibt dein Hund nun auf der Stelle, hat er die Grenze verstanden.
  • Geht dein Hund wieder auf dich zu, gehst du ihm erneut entgegen, diesmal bis er sich setzt. Dann wendest du dich wieder ab.
  • Wenn dein Hund die Grenze akzeptiert hat, kannst du sie nun wieder auflösen, indem du dich hinhockst und deinen Hund freundlich zu dir rufst und ihn verbal lobst und ggf. mit ihm spielst (Futter ist hier nicht nötig!).

Herzlichen Glückwunsch! Du hast soeben deinem Hund erfolgreich eine Grenze gesetzt und sie auch wieder aufgelöst.
Wie kann ich diese Technik nun im Alltag anwenden?Diese Technik um Grenzen zu setzen kannst du im Alltag beliebig einsetzten, wenn du einen bestimmten Raum von deinem Hund abgrenzen möchtest. Das kann beispielsweise ein echter Raum, wie z.B. die Küche sein oder aber auch ein bestimmter Bereich, wie der Bereich vor der Haustür, wenn Besuch kommt oder der Bereich vor deinen Füßen, wenn dein Hund an lockerer Leine laufen soll.


Wie du siehst können Grenzen dir bei verschiedenen Anliegen mit deinem Hund weiterhelfen. Wichtig an dieser Stelle ist, dass es Hunde gibt, die ihre Grenzen gerne mal austesten und hinterfragen. Sollte dein Hund dich beim setzten von Grenzen anknurren oder ein anderes Verhalten zeigen, welches dir Auffällig erscheint, solltest du dieses Thema auf jeden Fall mit einem kompetenten Hundetrainer besprechen. Kontaktiere uns dazu gerne auch in unserem Trainer-Chat in der Pupy-App.
Falls du Fragen zu diesem oder einem anderen Thema zu deinem Hund hast, kannst du uns jederzeit über unseren Trainer-Chat kontaktieren. Wir freuen uns darauf, dich und deinen Hund kennenzulernen!


Viel Spaß beim Training mit deinem Hund!
Dein Pupy-Team

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Wie gestalte ich die ersten Tage mit meinem Welpen?

Endlich ist es so weit. Der große Tag ist da und endlich zieht dein neues vierbeiniges Familienmitglied bei dir ein! Ab jetzt wird sich dein und das Leben deines Welpen verändern. Ihr werdet eine Familie, ein Team und nichts ist, wie es einmal war! Bist du bereit für dieses neue Leben? – Dann los!

Damit du einen großartigen Start mit deinem Welpen hast und du die ersten Tage schon, wie ein echter Hundeprofi meistern kannst, stehen wir von Pupy dir mit Rat und Tat zur Seite und geben dir in diesem Beitrag alle Tipps, die für die ersten Tage mit deinem neuen kleinen Freund wichtig sind.

Was musst du im Vorfeld vorbereiten?

Vorbereitung ist in jeder Lebenslage, die Voraussetzung für Entspannung. Wir haben dir hier eine Liste erstellt, die alles beinhaltet, was erledigt werden sollte, ehe dein Welpe einzieht:

Shopping-Liste:

Außerdem wichtig:

  • Sichere alle Gegenstände, Pflanzen, Chemikalien und Steckdosen vor deinem Welpen.
  • Suche dir einen guten Tierarzt in deiner Nähe.
  • Notiere dir die Nummer von Tierarzt und der nächsten Tierklinik in deiner Nähe.
  • Informiere dich über die Rasse deines Hundes.
  • Suche dir eine kleine Welpengruppe (max. 6 Mensch-Hund-Teams) und lade dir die Pupy App herunter, um täglich mit deinem Hund trainieren zu können und deine individuellen Fragen mit unseren professionellen Hundetrainern zu besprechen.

Der erste Tag mit deinem Welpen:

Jetzt ist es so weit und dein Welpe sitz sicher in seiner Hundebox im Auto neben dir. Mach dir keine Sorgen, falls deinem kleinen Freund auf der Fahr in sein neues Zuhause etwas übel wird (das passiert selbst den mutigsten Welpen!). Du bist hoffentlich auch jetzt schon mit Küchenrolle ausgestattet. Mit der Zeit wird dein Welpe mit der Autofahrt viele tolle Dinge verbinden z.B. spannende Spaziergänge, den Besuch seiner Hundefreunde, Ausflüge etc. Falls die Fahrt ins neue Zuhause länger als 1h Stunde dauert, empfehlen wir dir auf jeden Fall eine kleine Pipi-Pause unterwegs einzulegen, damit kein Missgeschick während er Fahrt passiert.

Zu Hause angekommen, sollte eurer erster Anlaufpunkt der neue Löseplatz deines Hundes sein. Das ist der Platz, wo dein Welpe auch zukünftig sein Geschäft verrichten soll. Suche dir dafür ein Stück Wiese aus, welches schnell erreichbar ist und dein Hund sich dort ungestört lösen kann.

Jetzt ist es so weit! Dein Welpe betritt seine neue Welt. Dein Zuhause hast du bereits am Vortag noch ein letztes Mal auf seine Welpen-Sicherheit geprüft, deshalb kannst du deinen Welpen nun guten Gewissens sein neues Reich erkunden lassen. Führe ihn dazu am besten in den Raum, an dem du dich am meisten aufhältst und an dem auch das Körbchen deines Hundes steht. Am besten hast du am Vortag schon ein paar Willkommens-Leckerli im Körbchen versteckt. So lernt dein Welpe sowohl, dass es sich lohnt die Gegend genau zu erkunden, als auch, dass sein Körbchen ein toller Ort ist.

Nimm dir jetzt Zeit, deinen Welpen einfach zu beobachten, lernt euch kennen und genießt diesen Neuanfang!

Nach ca. 2 Stunden ist es dann auch schon wieder Zeit den Löseplatz aufzusuchen, damit ihr beide diesen Tag vielleicht schon ganz ohne Missgeschick verbringt. Falls es doch schon passiert ist, weißt du ja wo du deine Küchenrolle und den Geruchsentferner findest. Aber Achtung: Auch wenn dein Welpe sich schon in der Wohnung gelöst hat, solltest du trotzdem mit ihm nochmal auf seinen Löseplatz gehen.

Für deinen Welpen und auch für dich ist dieser erste Tag ganz besonders spannend aber auch anstrengend. Gib dir und deinem Welpen deshalb genügend Raum, um zur Ruhe zu kommen. Lasse deinen Welpen schlafen und ruhen, wenn er sich zurückzieht und reflektiere in dieser Zeit, deinen ersten Eindruck von diesem aufregenden Tag. Bist du stolz auf deinen Welpen? Was gefällt dir besonders? Hast du schon kleine Besonderheiten bemerkt?

Die erste Nacht:

Irgendwann geht auch der schönste Tag zu Ende und die erste gemeinsame Nacht steht dir und deinem Welpen bevor. Gehe am besten nochmal mit deinem Welpen zu seinem Löseplatz ehe es ins Bett geht. Auch wenn du nicht möchtest, dass dein Hund neben deinem Bett schläft, ist es in den ersten Tagen wichtig, dass dein Welpe in deiner Nähe schlafen darf, damit du mitbekommst, wann dein Welpe sich nochmal lösen muss, um sich zu lösen. Am besten stellst du deine Hundebox neben dein Bett (gut geeignet sind übrigens Transportboxen mit Dachöffnung). Setzte deinen Welpen in die Box und gebe ihm noch ein kleines Leckerli bevor du schlafen gehst – das wird zukünftig euer Ritual und signalisiert deinen Welpen, dass es nun Schlafenszeit ist. Bemerkst du, dass dein Welpe Nachts unruhig wird, hebst du ihn aus der Box und trägst ihn (falls möglich) bis zum Löseplatz, damit unterwegs kein Missgeschick passiert. Falls doch etwas passiert – du weißt, wo die Küchenrolle und der Geruchsentferner stehen!

Übrigens ist es ganz normal, wenn dein Welpe in seiner Box zunächst etwas unruhig ist. Falls er sich gar nicht beruhigt und du nicht mal daran denken kannst, irgendwann zu schlafen, kannst du folgendes machen:

  • Öffne die obere Öffnung deiner Transportbox und halte deine Hand hinein.
  • Streichle deinen Welpen so lange, bis er sich beruhigt.
  • Lege dich selbst schlafen und lasse ggf. die obere Tür der Box offen.

Tipp: Wenn du deinen Hund wirklich von Anfang an daran gewöhnen möchtest, in einem anderen Zimmer zu schlafen, wird dir nichts anderes übrig bleiben, als deinen eigenen Schlafplatz für die ersten 1-2 Wochen an den Schlafplatz deines Hundes zu verlegen.

Das war es auch schon! Der erste Tag als Mensch-Hund-Team liegt hinter euch! Morgen ist ein neuer spannender Tag mit vielen neuen Eindrücken für deinen Welpen. Möchtest du wissen, wie du diesen Tag gestalten kannst, dann lade dir jetzt die Pupy-App herunter und lasse dir deinen individuellen Trainingsplan für deinen Welpen von unseren professionellen Hundetrainern erstellen.

Wir freuen uns darauf, dich und deinen Welpen kennenzulernen!

Dein Pupy-Team 🐶

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Wie werde ich der beste Freund meines Hundes?

Der Hund ist beste Freund des Menschen. Aber wie kannst du auch der beste Freund deines Hundes sein? Schon wenn wir uns Hund und Mensch rein objektiv ansehen, bemerken wir schnell, dass wir uns sehr unterscheiden. Doch nicht nur äußerlich gibt es Unterschiede, vor allem in der Kommunikation, sprechen Hund und Mensch eine andere Sprache. Wie du trotzdem der beste Freund deines Hundes werden kannst, zeigen wir dir in diesem Blogpost.

Drücke dich konsistent und deutlich aus.

Hunde verstehen nonverbale (Körpersprachliche) Hinweise besser als verbale (Lautsprache). Das ist auch der Grund, warum ein Hund nicht von Anfang an versteht, was wir mit „Sitz“ oder „Platz“ meinen. Hunde haben jedoch von Beginn an ein Gespür für unsere Körpersprache. Studien haben gezeigt, dass Hunde gegenüber allen anderen Kaniden, das größte Interesse am Menschen haben und ihnen gerne ihre Aufmerksamkeit schenken. Sie möchten lernen uns zu verstehen! Und genau das ist es, was wir im Zusammenleben mit unserem Hund nutzen sollten.

Zeigegesten werden von unseren Hunden besonders gut verstanden. Das liegt vermutlich daran, dass Hunde gelernt haben, dass Hände eine zuverlässige Quelle für positive Dinge sind z.B. Futter, der Griff zur Leine, die den Spaziergang ankündigt, gemeinsames Spielen o.Ä. Welpen können schon von klein an auf unsere Zeigegesten reagieren und sie sogar meist richtig deuten. Daher solltest du im Umgang mit deinem Welpen besonders achtsam deine Hände einsetzten. Zeige deinem Welpen spannende und tolle Dinge, für die es sich lohnt deiner Hand zu folgen. Das wird dir später im Training von Großem nutzen sein!

Wichtig ist, dass du im Umgang mit deinem Hund bewusst Zeigegesten einsetzt und sie nicht „verschwendest“, indem du unachtsam auf etwas zeigst, was deinen Hund nicht interessiert oder ihm sogar schadet. Jede schlechte Erfahrung, die dein Hund mit deinen Händen macht, kann dazu beitragen das dein Hund handscheu wird.

Begegne deinem Hund freundlich.

Wir Menschen sind durch unseren aufrechten Gang meist größer als unser Hund. Hunde wissen genau, dass Körpergröße und Gewicht darüber entscheiden können, wer der Stärkere ist und schätzen so auch Bedrohungen ein. Wenn wir uns unserem Hund nähern, indem wir aufrecht sind und uns gleichzeitig nach vorne beugen, stellen wir eine ganz schön bedrohliche Gestalt dar. Auch das von oben Herausstrecken der Hände ist keine besonders freundliche Geste für unseren Hund. Deine Hand ist das erste menschliche Körperteil, welches die Individualdistanz (also den Abstand, den dein Hund als angenehm empfindet) unterschreitet. Manche Hunde entziehen sich einer solchen Geste, drohen oder verbeißen dich sogar. Deshalb ist es wichtig, dass das besonders der erste Kontakt zwischen dir und deinem Hund auf einer Ebene stattfindet. Mach dich klein, indem du dich hinhockst, biete deinem Hund langsam deine Hand an und lasse ihn den letzten Schritt auf dich zukommen. Genau das ist es, was Respekt ausdrückt und von unseren Hunden als sehr höflich empfunden wird.

Exkurs Rückruf: Auch beim Rückruf neigen wir dazu uns vorzubeugen. Besser ist es, wenn wir uns aber leicht nach hinten lehnen und sogar ein paar Schritte zurücklehnen, wenn wir unseren Hund zu uns rufen. Das wirkt auf unseren Hund einladend und er fühlt sich weniger von unserer Körpergröße bedroht.

Bleibe Fair!

Hunde verstehen keine Ausnahmen! Heute „ja“ und morgen „nein“ wird dein Hund nicht verstehen. Hat dein Hund einmal gelernt, was er darf und was er nicht darf, ist es wichtig diesen Weg der Erziehung auch beizubehalten. Andernfalls wirst du für deinen Hund unglaubwürdig und gefährdest eure Beziehung zueinander. Manche Hunde reagieren auf die ständig wechselnde Meinung ihres Menschen sogar körperlich mit der erlernten Hilflosigkeit. Erlebt dein Hund also ständig Misserfolge, führt dieser Misserfolg zum Aufschaukeln von Stresshormonen und kann seine Lern – und Konzentrationsfähigkeit beeinflussen. Überlege dir deshalb früh genug, ob dein Hund mit dir auf dem Sofa kuscheln darf oder ob er in seinem Körbchen liegen soll. Wir sind übrigens echte Sofa Fans ☺️.

Werde jetzt der beste Freund deines Hundes!

Wir hoffen diese Tipps helfen dir weiter! Für mehr Tipps und Tricks lade dir jetzt die Pupy-App herunter und lerne noch heute spannende Übungen mit deinem Hund kennen!

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3 Tipps, wie du deinen Hund glücklich machst.

Seinen Hund glücklich zu machen, wünscht sich wohl jeder Hundehalter. Doch was macht ein glückliches Hundeleben aus? Sind es die gemeinsamen Spaziergänge? Die richtige „Auslastung“? Oder das richtige Futter? Vielleicht auch das gemeinsame Spiel mit seinen Hundefreunden? Was braucht ein Hund, um wirklich glücklich zu sein? Mit unseren 3 Tipps geben wir dir eine Idee davon, was Hunde wirklich glücklich macht.

1. Die sichere Basis

Jeder Hund braucht ein Zuhause, in dem er sich wohlfühlt. Neben der Versorgung von Grundbedürfnissen, wie Futter, Wasser, einen Rückzugsort und gesundheitliche Versorgung, ist es vor allem wichtig zu seinem Hund eine gute Beziehung aufzubauen. Dazu gehört, dass du deinem Hund in schwierigen Situationen Schutz gibst z.B. während eines Tierarztbesuches oder indem du andere Hunde abschirmst, wenn sie deinen Hund bedrängen. Zudem solltest du dich als Bindungspartner durch spannende Unternehmungen auszeichnen. Gemeinsame Erlebnisse schweißen euch zusammen und dein Hund wird verstehen, dass es mit dir an seiner Seite nie Langweilig wird. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass dein Hund sich auf dich verlassen kann. Dazu gehört sowohl, dass dein Hund sich auf dein Zurückkommen verlassen kann, wenn du ihn allein Zuhause lässt, als auch, dass dein Hund klare Regeln bekommt, die du durchsetzt und selbst einhältst. Heute „ja“ und morgen „nein“, wird deinen Hund durcheinander bringen und deine Qualität als Bindungspartner verschlechtern. Meine was du deinem Hund sagst und gehe achtsam mit deinen Kommandos um!

2. Ruhe und Schlaf

Kaum zu glauben aber Hunde brauchen ca. 17-20 Stunden Schlaf. Natürlich nicht an einem Stück. Der Hund durchlebt am Tag immer wieder kurze Schlafperioden, die nach Möglichkeit auch nicht unterbrochen werden sollten. Diese Schlafperioden sind nicht nur für die Erholung deines Hundes wichtig, sondern unterstützen auch wichtige Gedächtnisprozesse z.B. bei der Fixierung von Lernprozessen. Informationen von Bewegungsabläufen, Ereignissen und Fakten, werden in Regionen des Großhirns überspielt und dort weiter verarbeitet. Besonders emotionale Ereignisse werden in der Tiefschlafphase verarbeitet und abgespeichert. Bei älteren Hunden verändert sich meist die Schlafrhythmik. Die Schlafphasen werden länger und häufiger als bei jüngeren Hunden. Damit dein Hund glücklich und gesund ist, solltest du ihm somit ausreichend Raum für Erholung geben. Gerade junge Hunde müssen zu diesem Glück manchmal gezwungen werden. Hier empfehlen wir nach dem Spaziergang, Training oder dem gemeinsamen Spiel eine kleine Zwangspause. Oft reicht es schon aus, wenn du deinen Hund in sein Körbchen schickst, nach einer kurzen Protestphase stellt sich meist sehr schnell die Ruhephase ein und dein Hund beginnt zu dösen.

3. Die Erziehung

Obwohl die Erziehung schon bei Tipp Nr. 1 erwähnt wird, hat sie doch einen besonderen Stellenwert. Erziehung darf nicht mit Training verwechselt werden. Im Training werden Verhaltensweisen mit Kommandos verknüpft und abgefragt. Die Erziehung dient dazu deinem Hund die Welt zu erklären und ihn in deinen Alltag einzugliedern. Wichtig ist hier, neben den Einhalten von Regeln, dass dein Hund die Möglichkeit bekommt sich an die Geräusche, Gerüche, und verschiedene Alltagssituationen in deinem Leben zu gewöhnen. Das beginnt bei der Stubenreinheit, geht über die Geräuschkulisse des Staubsaugers und anderer Haushaltsgeräte und endet beim Alleinbleiben. Auch das Kennenlernen von Grenzen und der Bedeutung des Wörtchens „Nein“, sind wichtig, für ein glückliches Hundeleben.

Jetzt durchstarten!

Zu jedem dieser 3 Tipps findest du passende Trainingsinhalte in unserer App. Falls du Fragen zu diesem Thema hast oder ein anderes Anliegen mit deinem Hund hast, helfen wir dir gerne in unserem Trainer-Chat weiter. Dort kannst du deine ganz individuellen Fragen mit einem unserer professionellen Hundetrainer besprechen.

Wir wünschen dir ganz viel Freude beim Umsetzen der Tipps ☺️.