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Die Basics der Hundeerziehung

Was ist wichtig bei der Hundeerziehung?

Jeder neue Hundehalter möchte einen gut erzogenen Hund, mit dem man jede Menge Spaß hat, tolle Dinge erleben kann und einen treuen Begleiter an seiner Seite hat. Dafür geht kein Weg an einer guten Hundeerziehung vorbei. Die Frage, wie du deinen Hund erziehst, ist dabei von besonderer Bedeutung. Denn egal was du deinem Hund gerne beibringen möchtest, der Weg dorthin entscheidet, wie erfolgreich und nachhaltig deine Erziehung ist.

Wie erziehe ich meinen Hund?

Es ist sehr wichtig, dass du mit der Erziehung deines Hundes so früh wie möglich beginnst. Im besten Fall hat dein Züchter oder die Pfleger im Tierheim oder auf der Pflegestelle schon eine tolle Arbeit geleistet, auf die du die nächsten Wochen aufbauen kannst.

Es gibt 4 Dinge, die dein Hund in den ersten Wochen bei dir lernen sollte:

  1. Kommunikation
  2. Alltagstauglichkeit (Stubenreinheit, Rückruf, Leinenführigkeit, Körbchen – oder Boxtraining, Alleinbleiben)
  3. Sozialverhalten
  4. Problemlöseverhalten

Kommunikation

Hunde sind soziale Tiere und möchten sich gerne mitteilen. Damit du dies auf eine kontrollierte Art und Weise förderst, kannst du bestimmte Verhaltensweisen deines Hundes einfangen, indem du diese belohnst, wie z.B. einen Blickkontakt. Schaut dein Hund dich an, belohnst du dieses Verhalten am besten mit etwas, was deinen Hund motiviert, z.B. Futter, Spielzeug oder sozialer Interaktion. Wenn Hunde früh lernen, wie sie sich mitteilen können, kann sich das besonders positiv auf ihr Sozialverhalten und Kognition auswirken.

Natürlich musst auch du als Hundehalter lernen, mit deinem Hund zu kommunizieren. Da Hunde zu einem großen Teil körperlich kommunizieren, ist es wichtig, diese Art von Kommunikation zu lernen und in der Erziehung deines Hundes anzuwenden. So können z.B. vorbeugende Gesten deinen Hund körpersprachlich eingrenzen oder ein Zurücklehnen kann deinen Hund einladen, zur dir zu kommen. Wie du deinem Hund liebevolle Grenzen setzten kannst erfährst du hier.

Alltagstauglichkeit

Bestimmte Grundkommandos sind wichtig, damit dein Hund den Alltag entspannt mit dir meistern kann. Dazu gehört als Erstes die Beißhemmung und auch die Stubenreinheit. Du solltest sofort, nachdem dein Welpe eingezogen ist, regelmäßig mit ihm rausgehen, ca. alle 1-2 Stunden, so vermeidest du Missgeschicke und dein Welpe lernt schnell seinen neuen Platz für das große und kleine Geschäft kennen. Falls doch mal ein Missgeschick passiert, machst du es kommentarlos weg und reinigst die Stelle mit Geruchsentferner.

Auch Rückruf und Leinenführigkeit können spielerisch geübt werden, indem sie immer wieder beim Spielen oder der kleinen Gassirunde geübt werden. Ebenso kannst du deinen Hund mit kleinen Überraschungen in Form von Futter an sein Körbchen oder die Hundebox gewöhnen und dort nach und nach Fortschritte erzielen.

Wichtig ist jedoch, dass du deinen Welpen zu keinem Zeitpunkt überforderst. Integriere die Sachen so in deinen Alltag, dass du selber keinen Stress hast und übe lieber nur 2-5 Minuten und baue es dafür öfter in deinen Tagesablauf ein.

Sozialisierung

Auch der Kontakt mit Artgenossen, verschiedenen Menschen, Kindern und unbelebten Dingen will gelernt sein und muss während der ersten 14 Wochen unbedingt stattfinden und bestenfalls zwischen dem 4-6 Monat nochmal wiederholt werden. Dabei geht es nicht darum, dass das dein Hund mit allen Hunden spielen muss, denn spielen funktioniert am besten mit gleichaltrigen, es sollte darauf geachtet werden, dass dein Hund viele verschiedene Erfahrungen sammeln und abspeichern kann.

Beispiele:

  • Ein Auto im stehenden und fahrenden Zustand.
  • Baustellenlärm.
  • Kinder in verschiedenem Alter.
  • Regenschirme (offen/geschlossen/bei Regen)
  • Herunterfallende Dinge im Haushalt.
  • Straßenbahnen, Busse, Bahnhof
  • Im Auto mitfahren
  • Hundebegegnungen mit großen und kleinen Hunden mit Schlappohren/Kurzhaar/Langhaar/ohne Rute/ mit Rute/ platter Nase /langer Nase etc.
  • Brücken
  • Mülltonnen, Müllabfuhrfahrzeuge
  • etc.

Problemlöseverhalten

Hunde erfahren in ihrem Leben immer wieder Stress, Angst und Furcht. Damit sie mit diesen Zuständen umgehen können, müssen sie lernen, sich davon schnell wieder zu erholen. Das gelingt am besten, wenn dein Züchter bereits damit begonnen hat, die kleinen Welpen immer wieder liebevoll mit kleinen Stressohren gereizt hat. Ist dein Hund nun bereits bei dir Zuhause, kannst du ihm z.B. kleine lösbare Aufgaben stellen, vor denen er sich zunächst etwas gruselt, sie aber mit deinem Zuspruch überwindet. Solche Übungen findest du in den verschiedensten Kategorien unserer App, schaue dazu gerne in der Kategorie „Welpenerziehung“ vorbei.

Wie lange kann man einen Hund erziehen?

Wie lange die Erziehung eines Hundes dauert, ist je nach Persönlichkeit des Hundes etwas unterschiedlich. Fest steht aber, dass du die Sozialisierung deines Hundes unbedingt bis zum Ende der sensiblen Phase (ca. 3.-14. Woche) abgeschlossen haben solltest. Eine Wiederholung zwischen dem 4.-6. Monat ist ebenfalls wichtig, da in dieser Zeit verschiedene Verknüpfungen im Gehirn gelöscht und andere weiter gefestigt werden.

Nach der Pubertät ist dein Hund trotzdem noch in der Lage, Neues zu lernen und er sollte auch weiterhin mental gefördert werden. Jedoch werden die Verhaltensweisen nicht so nachhaltig abgespeichert, wie während der Zeit der Erziehung deines Hundes in den ersten 12-14 Wochen.

Möchtest du jetzt den Grundstein für die Erziehung deines Hundes legen? Dann lade dir jetzt unsere App herunter.

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Wie nutze ich die Schleppleine im Hundetraining?

Die Schleppleine ist ein tolles Hilfsmittel in der Hundeerziehung – Vorausgesetzt, sie wird richtig angewendet! In diesem Blogpost wirst du lernen, für wen das Schleppleinentraining geeignet ist, welche Schleppleine, die richtige für deinen Hund ist und wie du die Schleppleine in der Praxis einsetzt.

Das Schleppleinentraining eignet sich für:

  • Erziehung von Welpen- und Junghunden
  • Hunde, die dich noch nicht kennen
  • Angsthunde
  • Anti-Jagd-Training
  • Jagdhundetraining
  • Rückruftraining
  • Training verschiedener Signale auf Distanz
  • Hunde, mit emotionalen und/oder sozialen Förderungsbedarf

Welche Schleppleine ist die richtige?

Du findest Schleppleinen in verschiedenen Längen zwischen 3 bis weit über 15 Meter. Wenn du mit deinem Hund bestimmte Verhaltensaspekte, wie z.B. den Rückruf oder die Orientierung an dir üben möchtest, gilt immer weniger ist mehr. Grund dafür ist, dass wir uns ja in einer Trainingssituation befinden. Je weiter sich dein Hund also von dir entfernen kann, desto schwieriger wird es für dich ihn über die Leine führen zu können.

Auch der Leinentyp ist entscheidend und abhängig davon, was du mit deinem Hund trainieren möchtest. Besonders beliebt sind der derzeit Leinen aus Biothane, das ist ein wasserabweisendes Material, welches jedoch je nach Anbieter auch sehr rutschig in der Hand liegt. Solltest du also einen Hund haben, der zu impulsiven Reaktionen neigt und auch gerne mal in die Leine springt, ist es besser ein Material zu nehmen, welches rutschfest in der Hand liegt. Viele Schleppleinen haben zudem eine Handschlaufe. Diese Schlaufe mag dir auf den ersten Blick praktisch erscheinen, das du dir sie um dein Handgelenk legen kannst, birgt aber in den meisten Fällen ein hohes Verletzungsrisiko. Nicht selten, kann es passieren, dass sich entweder deine Hand in der Schlaufe verhakt, wenn dein Hund losrennt oder aber dein Hund läuft mit der Leine los und bleibt irgendwo mit dieser Handschlaufe hängen.

Unsere Empfehlungen für eine geeignete Schleppleine:

  • 5 Meter Länge
  • Keine Handschlaufe
  • Teil gummiert

Wie nutze ich die Schleppleine im Hundetraining

Deinen Hund an die Schleppleine gewöhnen

Bevor du überhaupt mit dem Training startest ist es wichtig, dass dein Hund die Schleppleine kennenlernt. Die Schleppleine sollte dabei immer an einem Geschirr befestigt sein, um Verletzungen der Halswirbel vorzubeugen. Wenn du deinen Hund an die Schleppleine angeleint hast, gibst du ihm zunächst immer etwas mehr Leine, bis dein Hund die Endlänge erreicht hat. Mache dir am Leinenende am besten einen Knoten, um selbst einen Fixpunkt zu haben. Lobe deinen Hund verbal, solange das Leinenende noch nicht erreicht ist und belohne ggf. den Blickkontakt deines Hundes mit etwas Futter. Erreicht dein Hund die Leinenende sagst du „Langsamer“ zuppelst kurz an der Leine, bis dein Hund mit einem Schritt zurück oder Blickkontakt reagiert. Sobald dein Hund selbst die Leine wieder lockert, hörst du mit dem Zuppeln wieder auf und lobst deinen Hund verbal. Bei Blickkontakt darfst du ihn auch gerne mit etwas Futter, einem sozial Spiel o.Ä. belohnen.

Nach und nach wird dein Hund die Grenzen der Leine kennen und kann bei gleichbleibender Leinenlänge sogar den Abstand selbständig halten ohne zu ziehen. Bleibe fair und gebe deinem Hund das Signal „Langsamer“ bereit kurz bevor er in die Leine läuft. Markiere dir dafür mit einem Knoten in der Leine (ca. 20 cm vor Leinenende), den Abstand, wo du deinem Hund das Signal gibst.

Die Schleppleine im Rückruftraining nutzen

Besonders im Rückruftraining zahlt es sich aus, seinen Hund an die Schleppleine zu nehmen. Für einen erfolgreichen Rückruf, muss dein Hund verstehen, dass er auf das Rückrufsignal „Hier“ zu dir laufen muss, egal welche Reize vorher seine Aufmerksamkeit eingenommen haben. Dafür ist zu Beginn wichtig, dass auf relativ kurzer Distanz das Wortsignal „Hier“ konditioniert wird. Hat dein Hund verstanden, was auf dieses Signal zu tun ist, kannst du nach und nach den Abstand vergrößern und Ablenkungen in eurer Training einbauen. Hört dein Hund nicht auf dein Rückrufsignal, kannst du ihn durch leichtes zuppeln an der Leine erinnern, dass das Kommando gilt, auch wenn die Ablenkung spannend zu sein scheint. Für den Rückruf ist also nicht nur dein Wille, sondern auch dein Weg, das Kommando konsequent einzufordern wichtig, um ein zuverlässiges Kommando zu trainieren.

Brauchst du Hilfe beim Training mit der Schleppleine oder dem Rückruftraining? Dann lade dir jetzt die Pupy App herunter. Trainiere mit unserem Schritt-für-Schritt Videoanleitungen oder chatte mit unseren professionellen Hundetrainern und finde einen ganz individuellen Weg für dein Mensch-Hund-Team.

Wir wünschen dir viel Spaß beim Training mit deinem Hund!

Dein Pupy-Team

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Hundeerziehung – Wie du deinem Hund liebevolle Grenzen setzt

Kennst du es auch? Es klingelt und dein Hund stürmt sofort zur Haustüre? Dein Hund springt bei einer Hundebegegnung sofort in die Leine? Oder bleibt einfach nicht in seinem Körbchen liegen, obwohl du ihn dorthin geschickt hast?
All diese Probleme können wir durch liebevoll gesetzte Grenzen lösen. Wir von Pupy möchten dir heute erklären, was eine Grenze ist, warum es wichtig ist Grenzen zu setzten und wie du deinem Hund selbst liebevoll und erfolgreich Grenzen setzt.
Was ist eine Grenze?Eine Grenze ist die Beanspruchung eines Raumes, den dein Hund temporär oder immer (das liegt ganz bei dir) nicht betreten darf. Dabei geht es nicht darum deinen Hund zu bestrafen, sondern eine ganz klare Regel aufzustellen.
Warum sind Grenzen so wichtig?Durch liebevoll gesetzte Grenzen gibst du deinem Hund Orientierung und Sicherheit. Er muss in verschiedenen Situationen z.B. wenn Besuch kommt, nicht selbst entscheiden, wie er sich verhalten soll. Das sorgt dafür, dass dein Hund weniger Stress hat. Zudem können Grenzen Konfliktsituationen vermeiden. Ein gutes Beispiel geben Hunde untereinander selbst: Hebt ein Hund gegenüber dem anderen Anspruch auf einen Raum z.B. das eigene Körbchen, macht er sich meist groß, fixiert und knurrt den anderen Hund ggf. auch an, wenn er sich zu nah an seinen Ruheplatz nähert. Der andere Hund hat jetzt zwei Möglichkeiten, entweder er akzeptiert die Grenze und geht dem Konflikt aus dem Weg oder er überschreitet sie und löst einen Konflikt aus. Die meisten Hunde gehen dem Konflikt aus dem Weg und akzeptieren die Grenze des anderen. Meist folgt darauf ein beschwichtigendes Verhalten z.B. über die Schnauze lecken und abwenden des Hundes, der sich nun eine andere Stelle zum Ruhen sucht.
Wie setzte ich meinem Hund liebevolle Grenzen?Natürlich kommunizieren wir Menschen etwas anders als Hunde, trotzdem können wir gewisse Verhaltensweisen erfolgreich imitieren, sodass unser Hund uns auch versteht.


Kleine Übung:

  1. Stelle dich vor deinen Hund.
  2. Mache dich groß und gehe auf ihn zu.

Was passiert?

  • Die meisten Hunde gehen jetzt einen Schritt zurück oder setzten sich sogar hin.
  • Jetzt wendest du dich wieder von deinem Hund ab und nimmst die Spannung aus der Situation.

Was passiert?

  • Bleibt dein Hund nun auf der Stelle, hat er die Grenze verstanden.
  • Geht dein Hund wieder auf dich zu, gehst du ihm erneut entgegen, diesmal bis er sich setzt. Dann wendest du dich wieder ab.
  • Wenn dein Hund die Grenze akzeptiert hat, kannst du sie nun wieder auflösen, indem du dich hinhockst und deinen Hund freundlich zu dir rufst und ihn verbal lobst und ggf. mit ihm spielst (Futter ist hier nicht nötig!).

Herzlichen Glückwunsch! Du hast soeben deinem Hund erfolgreich eine Grenze gesetzt und sie auch wieder aufgelöst.
Wie kann ich diese Technik nun im Alltag anwenden?Diese Technik um Grenzen zu setzen kannst du im Alltag beliebig einsetzten, wenn du einen bestimmten Raum von deinem Hund abgrenzen möchtest. Das kann beispielsweise ein echter Raum, wie z.B. die Küche sein oder aber auch ein bestimmter Bereich, wie der Bereich vor der Haustür, wenn Besuch kommt oder der Bereich vor deinen Füßen, wenn dein Hund an lockerer Leine laufen soll.


Wie du siehst können Grenzen dir bei verschiedenen Anliegen mit deinem Hund weiterhelfen. Wichtig an dieser Stelle ist, dass es Hunde gibt, die ihre Grenzen gerne mal austesten und hinterfragen. Sollte dein Hund dich beim setzten von Grenzen anknurren oder ein anderes Verhalten zeigen, welches dir Auffällig erscheint, solltest du dieses Thema auf jeden Fall mit einem kompetenten Hundetrainer besprechen. Kontaktiere uns dazu gerne auch in unserem Trainer-Chat in der Pupy-App.
Falls du Fragen zu diesem oder einem anderen Thema zu deinem Hund hast, kannst du uns jederzeit über unseren Trainer-Chat kontaktieren. Wir freuen uns darauf, dich und deinen Hund kennenzulernen!


Viel Spaß beim Training mit deinem Hund!
Dein Pupy-Team

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3 Gründe, warum dein Hund nicht im Körbchen liegen bleibt.

„Ab ins Körbchen!“ – und dein Hund springt ins Körbchen und bleibt dort so lange liegen, bis du ihm wieder erlaubst herauszugehen.

„Schön wär’s!“, denkst du jetzt vielleicht.

Viele Hundehalter kennen das Körbchen nur als kurzen Anlaufpunkt, wenn es einen Kauknochen gibt oder als Zwangsmaßnahme bei Besuch oder als Bestrafung für ein ungewolltes Verhalten. Und hier ist auch schon das erste Problem, warum dein Hund nicht lange in seinem Körbchen liegen bleibt. Das Körbchen wurde nie als ein Ort der Ruhe und Entspannung gesehen, sondern immer im Kontext eines Ereignis (Futter, Besuch, Bestrafung). Das Körbchen sollte aber in erste Linie eins sein, ein Ort der Ruhe und des Rückzugs. Dein Hund soll das Körbchen positiv wahrnehmen, sich sicher fühlen und entspannen können. Dein Hund soll gerne sein Körbchen aufsuchen, und zwar auch freiwillig.

Damit dein Hund von Anfang an lernt sein Körbchen zu lieben, verraten wir dir, die Top 3 Fehler im Körbchen Training und wie du es besser machen kannst.

1. Der Leckerli Fehler

Die meisten Übungen für das Körbchen Training beginnen mit dem Locken über Futter. Auch in unserer App starten wir so ins Training. Hier kann auch gleich der erste Fehler passieren. Wenn du deinen Hund mit einem Stück Futter oder Kauknochen ins Körbchen schickst und er kurz danach aufsteht, ist es wichtig, dass du deinen Hund blockst oder falls er schon komplett aus dem Körbchen verschwunden ist, ihn am Geschirr oder einer Hausleine nimmst und ihn zurückführst. Wieder im Körbchen kannst du nochmal das Kommando „Körbchen“ wiederholen und warten, bis dein Hund sich hinlegt. Liegt dein Hund nun eine Weile brav in seinem Körbchen kannst du ihm ein paar Stücke Trockenfutter zwischen die Beine werfen, um das Liegen-bleiben zu verstärken.

2. Ruhe und Aktivität sind nicht im Gleichgewicht

Wenn wir unserem Hund Ruhe beibringen möchten, ist es gleichzeitig auch wichtig das Bedürfnis nach Bewegung und geistiger Beschäftigung zu erfüllen. Das Körbchen Training zu starten, ohne die anderen Bedürfnisse deines Hundes vorher zu stillen, ist unfair. Wer ist schon entspannt, wenn er Hunger hat, auf die Toilette muss oder sich den ganzen Tag noch nicht bewegt hat? Das bedeutet nicht, dass dein Hund vorher komplett ausgepowert werden muss. Du solltest nur sicherstellen, dass dein Hund zufrieden ist und ein wenig körperlich beschäftigt wurde, um die Erholung im Körbchen auch zu brauchen.

3. Zu schnell Aufgeben und das Kommando nicht auflösen

Der wirklich häufigste Fehler beim Körbchen Training ist, dass der Hund zwar erfolgreich auf Kommando ins Körbchen geht und dort auch eine Weile liegen bleibt. Er aber nie weiß, wie lange „Körbchen“ eigentlich gilt. Somit löst dein Hund selbstständig das Kommando auf und wird bei einer Ablenkung oder nach einer gewissen Zeit einfach aufstehen und das Körbchen verlassen. Um diesen Fehler zu vermeiden, solltest du deinem Hund ein Auflösekommando beibringen z.B. „Ok“. Dieses Kommando, gibt deinem Hund nun die Erlaubnis, das Körbchen wieder zu verlassen. Wenn du gerade erst mit dem Training beginnst, ist es wichtig, dass du mit wenigen Minuten anfängst und die Freigabe nach ca. 5-10 Minuten gibst. Funktioniert das gut, kannst du die Zeit auf 20-30 Minuten verlängern und anschließend auch gerne auf 1 Stunde. Wir empfehlen dir, nach spätestens 1 Stunde immer das Kommando Körbchen abzulösen.

Wir hoffen, die Tipps helfen euch weiter und das Körbchen eures Hundes wird schon bald zu seinem Lieblingsplatz! Wenn du jetzt gleich mit dem Körbchen-Training starten möchtest, lade dir hier die Pupy App herunter und schaue dir gleich die erste Trainingseinheit an!

Wir wünschen dir viel Spaß mit deinem Hund!

Dein Pupy Team 🐶

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Wie gestalte ich die ersten Tage mit meinem Welpen?

Endlich ist es so weit. Der große Tag ist da und endlich zieht dein neues vierbeiniges Familienmitglied bei dir ein! Ab jetzt wird sich dein und das Leben deines Welpen verändern. Ihr werdet eine Familie, ein Team und nichts ist, wie es einmal war! Bist du bereit für dieses neue Leben? – Dann los!

Damit du einen großartigen Start mit deinem Welpen hast und du die ersten Tage schon, wie ein echter Hundeprofi meistern kannst, stehen wir von Pupy dir mit Rat und Tat zur Seite und geben dir in diesem Beitrag alle Tipps, die für die ersten Tage mit deinem neuen kleinen Freund wichtig sind.

Was musst du im Vorfeld vorbereiten?

Vorbereitung ist in jeder Lebenslage, die Voraussetzung für Entspannung. Wir haben dir hier eine Liste erstellt, die alles beinhaltet, was erledigt werden sollte, ehe dein Welpe einzieht:

Shopping-Liste:

Außerdem wichtig:

  • Sichere alle Gegenstände, Pflanzen, Chemikalien und Steckdosen vor deinem Welpen.
  • Suche dir einen guten Tierarzt in deiner Nähe.
  • Notiere dir die Nummer von Tierarzt und der nächsten Tierklinik in deiner Nähe.
  • Informiere dich über die Rasse deines Hundes.
  • Suche dir eine kleine Welpengruppe (max. 6 Mensch-Hund-Teams) und lade dir die Pupy App herunter, um täglich mit deinem Hund trainieren zu können und deine individuellen Fragen mit unseren professionellen Hundetrainern zu besprechen.

Der erste Tag mit deinem Welpen:

Jetzt ist es so weit und dein Welpe sitz sicher in seiner Hundebox im Auto neben dir. Mach dir keine Sorgen, falls deinem kleinen Freund auf der Fahr in sein neues Zuhause etwas übel wird (das passiert selbst den mutigsten Welpen!). Du bist hoffentlich auch jetzt schon mit Küchenrolle ausgestattet. Mit der Zeit wird dein Welpe mit der Autofahrt viele tolle Dinge verbinden z.B. spannende Spaziergänge, den Besuch seiner Hundefreunde, Ausflüge etc. Falls die Fahrt ins neue Zuhause länger als 1h Stunde dauert, empfehlen wir dir auf jeden Fall eine kleine Pipi-Pause unterwegs einzulegen, damit kein Missgeschick während er Fahrt passiert.

Zu Hause angekommen, sollte eurer erster Anlaufpunkt der neue Löseplatz deines Hundes sein. Das ist der Platz, wo dein Welpe auch zukünftig sein Geschäft verrichten soll. Suche dir dafür ein Stück Wiese aus, welches schnell erreichbar ist und dein Hund sich dort ungestört lösen kann.

Jetzt ist es so weit! Dein Welpe betritt seine neue Welt. Dein Zuhause hast du bereits am Vortag noch ein letztes Mal auf seine Welpen-Sicherheit geprüft, deshalb kannst du deinen Welpen nun guten Gewissens sein neues Reich erkunden lassen. Führe ihn dazu am besten in den Raum, an dem du dich am meisten aufhältst und an dem auch das Körbchen deines Hundes steht. Am besten hast du am Vortag schon ein paar Willkommens-Leckerli im Körbchen versteckt. So lernt dein Welpe sowohl, dass es sich lohnt die Gegend genau zu erkunden, als auch, dass sein Körbchen ein toller Ort ist.

Nimm dir jetzt Zeit, deinen Welpen einfach zu beobachten, lernt euch kennen und genießt diesen Neuanfang!

Nach ca. 2 Stunden ist es dann auch schon wieder Zeit den Löseplatz aufzusuchen, damit ihr beide diesen Tag vielleicht schon ganz ohne Missgeschick verbringt. Falls es doch schon passiert ist, weißt du ja wo du deine Küchenrolle und den Geruchsentferner findest. Aber Achtung: Auch wenn dein Welpe sich schon in der Wohnung gelöst hat, solltest du trotzdem mit ihm nochmal auf seinen Löseplatz gehen.

Für deinen Welpen und auch für dich ist dieser erste Tag ganz besonders spannend aber auch anstrengend. Gib dir und deinem Welpen deshalb genügend Raum, um zur Ruhe zu kommen. Lasse deinen Welpen schlafen und ruhen, wenn er sich zurückzieht und reflektiere in dieser Zeit, deinen ersten Eindruck von diesem aufregenden Tag. Bist du stolz auf deinen Welpen? Was gefällt dir besonders? Hast du schon kleine Besonderheiten bemerkt?

Die erste Nacht:

Irgendwann geht auch der schönste Tag zu Ende und die erste gemeinsame Nacht steht dir und deinem Welpen bevor. Gehe am besten nochmal mit deinem Welpen zu seinem Löseplatz ehe es ins Bett geht. Auch wenn du nicht möchtest, dass dein Hund neben deinem Bett schläft, ist es in den ersten Tagen wichtig, dass dein Welpe in deiner Nähe schlafen darf, damit du mitbekommst, wann dein Welpe sich nochmal lösen muss, um sich zu lösen. Am besten stellst du deine Hundebox neben dein Bett (gut geeignet sind übrigens Transportboxen mit Dachöffnung). Setzte deinen Welpen in die Box und gebe ihm noch ein kleines Leckerli bevor du schlafen gehst – das wird zukünftig euer Ritual und signalisiert deinen Welpen, dass es nun Schlafenszeit ist. Bemerkst du, dass dein Welpe Nachts unruhig wird, hebst du ihn aus der Box und trägst ihn (falls möglich) bis zum Löseplatz, damit unterwegs kein Missgeschick passiert. Falls doch etwas passiert – du weißt, wo die Küchenrolle und der Geruchsentferner stehen!

Übrigens ist es ganz normal, wenn dein Welpe in seiner Box zunächst etwas unruhig ist. Falls er sich gar nicht beruhigt und du nicht mal daran denken kannst, irgendwann zu schlafen, kannst du folgendes machen:

  • Öffne die obere Öffnung deiner Transportbox und halte deine Hand hinein.
  • Streichle deinen Welpen so lange, bis er sich beruhigt.
  • Lege dich selbst schlafen und lasse ggf. die obere Tür der Box offen.

Tipp: Wenn du deinen Hund wirklich von Anfang an daran gewöhnen möchtest, in einem anderen Zimmer zu schlafen, wird dir nichts anderes übrig bleiben, als deinen eigenen Schlafplatz für die ersten 1-2 Wochen an den Schlafplatz deines Hundes zu verlegen.

Das war es auch schon! Der erste Tag als Mensch-Hund-Team liegt hinter euch! Morgen ist ein neuer spannender Tag mit vielen neuen Eindrücken für deinen Welpen. Möchtest du wissen, wie du diesen Tag gestalten kannst, dann lade dir jetzt die Pupy-App herunter und lasse dir deinen individuellen Trainingsplan für deinen Welpen von unseren professionellen Hundetrainern erstellen.

Wir freuen uns darauf, dich und deinen Welpen kennenzulernen!

Dein Pupy-Team 🐶

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Wie bleibt mein Hund entspannt alleine?

Es ist ein Stück Freiheit, seinen Hund für ein paar Stunden alleine zu Hause zu lassen. Auch wenn wir natürlich viel gemeinsame Zeit mit unserem Vierbeiner verbringen möchten, kommt es doch manchmal vor, dass unser Liebling eine kurze Zeit allein bleiben muss. Sei es für den wöchentlichen Einkauf, einem Hobby, welches wir nachgehen, wo unser Hund nicht mit kommen kann oder ein Arztbesuch. Für solche Situationen, muss dein Hund lernen, dass es nicht schlimm ist allein Zuhause zu bleiben und die Sicherheit erlangen, dass wir als sein Sozialpartner immer wieder zurückkommen.

Wie du es schaffst, deinem Hund Schritt für Schritt an das Alleinbleiben zu gewöhnen erfährst du in den folgenden Tipps:

1. Schaffe deinem Hund eine Umgebung in der er sich Wohlfühlt.

Richte deinem Hund einen Platz ein, wo er sich wohlfühlt und umsorgt ist. Bevor du überhaupt damit beginnst deinen Hund Schritt für Schritt an das Alleinbleiben zu gewöhnen ist es wichtig, dass dein Hund sich in seinem Zuhause wohlfühlt. Richte deinem Hund ein Körbchen oder eine Hundebox her, wo er auch im Alltag zur Ruhe kommen kann. Mache ihm diesen Platz schmackhaft, indem du dort tolle Leckereien versteckst oder ihm einen Kauknochen gibst, sobald er diesen Platz aufsucht. Wichtig ist, dass der Liegeplatz deines Hundes an einem Ort ist, wo er zwar ungestört ist aber trotzdem etwas vom Rande des Geschehens mitbekommt.

2. Übe das Alleinebleiben Schritt für Schritt.

Beginne mit dem Alleinbleiben so früh wie möglich und dabei so langsam, wie nötig. Es reicht vollkommen aus, wenn du zunächst nur für 1-2 Minuten mal das Zimmer verlässt während dein Hund z.B. mit einer Kaustange in seinem Körbchen beschäftigt ist. Kurze Gänge in den Keller oder um den Müll raus zu bringen eigenen sich auch wunderbar für die ersten Übungseinheiten. Wichtig ist es, dass du dich nicht rausschleichst. Dein Hund muss mitbekommen, dass du den Raum verlässt, denn nur so wird er dir auch vertrauen, dass du ihn nicht plötzlich verlässt. Du kannst dein Hinausgehen mit einem „Bin gleich wieder da“ ankündigen. Wenn dein Hund sich daran gewöhnt hat, dass du auch mal ohne ihn kurz weg bist, beginnst du langsam die Zeit zu verlängern.

3. Komme erst zurück, wenn dein Hund sich ruhig verhält.

Wir empfehlen dir eine Kamera zu installieren, mit der du beobachten kannst, ob dein Hund sich ruhig verhält. Alternativ kannst du auch ein Babyphon verwenden. Es ist völlig normal, wenn dein Hund kurz durch die Wohnung läuft oder mit kurzem Bellen und Jaulen protestiert. Deine Aufgabe ist es, den Moment abzuwarten, bis dein Hund sich ruhig verhält. Dann gehst du zu ihm zurück, begrüßt ihn mit einem „Hallo“ und kurzem ruhigen streicheln. Indem du dich mit deinem Hund auf Augenhöhe begibst, verhinderst du, dass er dich anspringt. Manchmal ist es auch hilfreich ihm etwas zum Tragen oder Kauen zu geben, um eine übermütige und stürmische Begrüßung zu vermeiden.

4. Lasse deinen Hund erst allein, wenn er es gelernt hat.

„Nur ein kurzer Einkauf, wird schon gehen“ – NEIN! Lasse deinen Hund erst alleine, wenn dein Hund es wirklich gelernt hat. Lässt du deinen Hund allein, wenn er noch nicht sicher eine gewisse Zeit allein bleiben kann, kann es passieren, dass dein Hund plötzlich Panik bekommt. Dadurch, dass du nicht rechtzeitig eingreifen kannst, wird dein Hund negative Emotionen mit dem Alleinebleiben verknüpfen und ihr steht schlimmstenfalls wieder komplett am Anfang des Trainings. Besser ist, wenn du dir einen Hundesitter oder eine andere Betreuungsperson organisiert, die so lange auf deinen Hund aufpassen kann, bis dein Hund sicher und entspannt länger als 1 Stunde allein bleiben kann. Vorher solltest du ihn nicht alleine lassen, auch wenn der Supermarkt nicht weit weg ist, kann dir immer etwas dazwischen kommen und du bleibst doch länger als geplant weg.

5. Decke die Grundbedürfnisse deines Hundes ab, ehe du ihn allein lässt.

Stelle deinen Hund vor dem Alleinsein körperlich und mental zufrieden. Gehe nochmal mit ihm ein kurzes Stück spazieren, trainiere oder spiele mit ihm ein paar Minuten. Außerdem solltest du darauf achten, dass dein Hund gefressen hat und während deiner Abwesenheit Zugang zu ausreichend frischem Wasser hat. Mehr Anregungen, wie du deinen Hund körperlich und mental beschäftigen kannst, findest du in unserer App.

Jetzt loslegen!

Wir wünschen dir ganz viel Erfolg beim Training mit deinem Hund! In unserer App findest du unter der Kategorie „Allein bleiben“ alles was du für ein erfolgreiches Training benötigst. Falls du zusätzliche Hilfe beim Alleinbleib-Training benötigst oder du ein anderes Anliegen mit deinem Hund hast, kann du über unseren Trainer-Chat jederzeit deine Fragen stellen. Unsere professionellen Hundetrainer helfen dir gerne weiter und gemeinsam findet ihr eine Lösung.

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Wie gewöhne ich meinem Welpen das Beißen ab?

Eine der wohl häufigsten Fragen, die frische Hundehalter uns in unserem Chat derzeit stellen. Die kleinen spitzen Welpenzähne sehen nämlich nicht nur niedlich aus, sondern können auch ganz schön weh tun und so manches paar Lieblingsschuhe unsanft als Kauknochen missbrauchen. Doch keine Sorge, wir von Pupy retten eure Hände und Schuhe und erklären euch Schritt für Schritt, wie dein Hund die sogenannte Beißhemmung erlernt und nennen dir die Top 4 Kaualternativen zu Schuhen und Holztischen!

Beißhemmung im Spiel

Sicherlich ist dir schon mal aufgefallen, dass dein Hund anstatt Hände, seine Zähne im Spiel einsetzt. Da spricht auch erst einmal nichts dagegen. Dein Hund möchte dich nicht boshaft beißen und hat meist auch nicht die Tollwut, wenn er im Spiel mal über die Stränge schlägt. Ganz im Gegenteil, für ihn bedeutetet das Ganze immer noch Spaß, selbst wenn der spitze Milchzahn gerade deinen Daumen skalpiert. Da wir Menschen aber tatsächlich kein dickes Fell und eine durchaus empfindlichere Haut haben als Hunde, müssen wir unserem neuen Familienmitglied zeigen, mit welcher Intensität sie mit uns spielen können.

Beobachtest du Welpen und Hunde untereinander kannst du schnell erkennen, dass auch sie sich gegenseitig in ihrem Eifer stoppen, indem sie das Spiel durch ein Abbruchsignal unterbrechen. Meist geschieht dies super schnell, du hörst ein kurzes Aufheulen, dann vielleicht ein drohendes Zähne zeigen oder kurzes Anrempeln oder in die Luft schnappen. Die Hunde unterbrechen das Spiel, schütteln manchmal kurz ihren Stress ab oder beschwichtigen einander. Dann geht es meist auch schon mit dem Spiel weiter, als wäre nichts gewesen. Genau dieses Verhalten können sie als Hundehalter ansatzweise imitieren.

Natürlich sollen sie jetzt nicht vor dem Spiegel üben ihre Zähne zu fletschen. Nein. Was sie imitieren sollen ist der kurze Schmerzlaut z.B. mit einem „Aua“ und der Abbruch der Spielsequenz. Hat ihr Welpe also über die Stränge geschlagen, machen sie zunächst einen Schmerzlaut z.B. „Aua“, dann Unterbrechen sie das Spiel und wenden sich von ihrem Welpen ab. Ganz wichtig: Dein Welpe wird hier nicht auf den Boden gedrückt oder anderweitig körperlich bestraft. Es reicht, wenn du dich von deinem Welpen abwendest, aufstehst und ihn kurz nachdenken lässt, warum das Spiel so abrupt geendet hat. Nach 2-3 Minuten kannst du oder dein Welpe das Spiel von neuem Beginnen. Anders als wir Menschen sind Hunde nicht nachtragend und auch das sollten wir von ihnen lernen!

Wadenbeißer und dolle 5 Minuten

Ein weiteres häufiges Problem in der Welpenzeit sind die „Dollen 5 Minuten“. Dein Welpe rennt wie wild durch die Wohnung, beißt in Vorhänge, das Sofa und manchmal auch in deine Füße oder die Waden. Großes Aufregen erzeugt hier leider die gegenteilige Wirkung. Denn wenn du dich aufregst, kann diese Stimmung sich ganz schnell auf deinen Hund übertragen. Besser ist es, wenn du deinen Hund in einer solchen Situation mit Ruhe begegnest. Fange ihn in einem Moment in dem er auf dich zu kommt ab, Leine ihn ggf. und bringe ihn zu seinem Körbchen oder seiner Hundebox. Hast ihn auf seinen Platz geschickt, kann ein Kauknochen oder sehr langsames Streicheln dabei helfen, deinen Hund zu beruhigen. Generell empfiehlt sich in der ersten Zeit eine kurze Hausleine, die du am Geschirr deines Hundes befestigst (1 Meter und ohne Schlaufe). So vermeidest du ein ungewolltes Fangenspiel während dein Hund aufdreht. Trotzdem solltest du bedenken, dass kurze Renneinheiten, ohne das jemand oder etwas die Zähne deines Welpen zu spüren bekommt auch völlig in Ordnung sind und nicht immer unterbunden werden sollten.

Von Schuhbeißern und Möbelliebhabern

Auch geliebte Kleidungsstücke und Teile der Inneneinrichtung können deinem zahnendem Welpen zu Opfer fallen. Hier gilt es, eine Alternative zu schaffen. Biete deinem Hund während des Zahnwechsels genügend Möglichkeiten zum Kauen an und lasse deine Lieblingsschuhe in dieser Zeit besser vor der Haustür oder im Schuhschrank stehen.

4 geeignete Kauartikel während des Zahnwechsels:

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Wie gewöhne ich meinem Hund das Bellen ab?

Bellen gehört zum normalen Verhalten eines Hundes.

Hunde bellen in den verschiedensten Situationen, sei es, wenn es an der Tür klingelt, der Postbote, die Post in den Briefkasten wirft oder dein Hund dich darauf aufmerksam machen möchte, dass es Zeit für sein Futter ist.

Bellen ist eine natürliche Lautäußerung bei Hunden und dient der Kommunikation. Deshalb kannst du erstmal beruhigt durchatmen, denn nur weil dein Hund bellt bedeutet es noch lange nicht, dass ein Verhaltensproblem vorliegt. Natürlich gibt es Hunde, die sich auffällig in ihr Bellen hineinsteigern können, doch die meisten Alltagssituationen in denen wir das Bellen als störend empfinden, lassen sich mit einfachen erzieherischen Methoden lösen.

Warum bellt dein Hund?

Je nach Situation hat dein Hund andere Gründe, warum er bellt. Das klassische Bellen am Gartenzaun dient z.B. dem Zweck einen potenziellen Eindringling zu verbellen. Durch das Vorbeigehen der Passanten am Gartentor, hat dein Hund jedes Mal ein kleines Erfolgserlebnis, weil keiner es gewagt hat den heiligen Garten zu betreten. Dein Hund zeigt das Bellen somit häufiger, weil es sich gelohnt hat. Vielleicht hast du deinen Hund auch schon mal Bellen gehört, wenn er einen anderen Hund zum Spielen aufgefordert hat. Hier geht es darum, die Aufmerksamkeit des anderen Spielpartners zu bekommen. Dieses Bellen tritt meistens in Kombination mit der klassischen Oberkörpertiefstellung oder auch Spielverbeugung auf.

Erregungsbellen dagegen hat den Zweck Stress abzubauen und angestaute Energie loszuwerden. Dieses Bellen kannst du z.B. beobachten, wenn es an der Tür klingelt oder du nach der Arbeit deine Wohnung betrittst, während dein Hund auf dich gewartet hat.

Nicht jedes Bellen sollte mit einem Abbruchsignal unterbrochen werden.

Erregungsbellen dient, wie eben bereits erwähnt dem Stressabbau und sollte daher auch nicht einfach unterbunden bzw. bestraft werden. Unterbinden wir hingegen das Bellen, indem wir es bestrafen oder Abbrechen, hat dein Hund keine Möglichkeit seinen Stress loszuwerden und wird irgendwann versuchen intensiver zu bellen oder dich dabei sogar anzurempeln.

Bellt dein Hund z.B. wenn Besuch kommt oder bei der Begrüßung, ist es also besser, ihm eine Alternative zum Bellen anzubieten. Du kannst deinem Hund z.B. ein Spielzeug oder einen Kauknochen anbieten, während du ihn mit ruhigen Worten begrüßt und ihn dabei ruhig streichelst. Die Möglichkeit auf einem Gegenstand zu kauen, sorgt dafür, dass dein Hund über die Kaubewegung Stress abbauen kann, gleichzeitig fällt es deinem Hund mit einem Spielzeug oder Knochen zwischen den Zähnen schwerer zu bellen.

Ignorieren solltest du das Bellen nicht!

Das Bellen deines Hundes zu ignorieren macht ebenso wenig Sinn, wie wild darauf loszuschimpfen. Ignorieren führt zu keiner Verhaltensänderung, da es deinem Hund weder zeigt, wie er sein Verhalten ändern soll, noch eine Konsequenz auf sein Verhalten darstellt. Zusätzlich haben Hunde, wie auch wir Menschen das Bedürfniss seinen Sozialpartner nach einer Trennung zu Begrüßen, dies ist ein Ausdruck für eine gute Beziehung und wird auch bei Hunden untereinander gezeigt. Die Begrüßung sollte jedoch nicht zu intensiv sein, es reicht vollkommen aus, wenn du dich neben den Hund auf den Boden hockst, ihn kurz streichelst und ihm eventuell sein Spielzeug oder Kauknochen gibst.

Konditionierung nutzen, um dem Klingel-Bellen ein Ende zu bereiten.

Gerade die Klingel ist für viele Hunde der Startton für lautes Gebell. Damit das ein Ende hat, kannst du deinem Hund beibringen auf das Signal der Klingel, seinen Ruheplatz aufzusuchen. Das hat zum einen den Vorteil, dass dein Besuch nicht gleich stürmisch von deinem Hund empfangen wird, sondern hilft deinem Hund sein Erregungslevel niedrig zu halten.

So funktioniert’s:

  • Betätige die Klingel (am besten Bittest du einen Freund oder Freundin darum)
  • Schicke deinen Hund nach ertönen der Klingel in sein Körbchen
  • Gebe deinem Hund im Körbchen eine Belohnung z.B. ein Leckerli oder auch einen Kauknochen
  • Wiederhole

Wichtig: Dein Hund muss das Kommando „Körbchen“ oder „Decke“ bereits können. Eine Anleitung dazu findest du in unserer App!

Wir hoffen diese Tipps helfen dir und deinem Hund weiter!

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Training

Hundetraining – 7 Schritte zum Ziel

Hast du dich jemals gefragt, warum es Hunde gibt, die super schnell lernen, im Training scheinbar stetig Fortschritte machen und ihrem Halter scheinbar nie Probleme bereiten? Während andere Hundehalter scheinbar komplett die Kontrolle über ihren Hund verloren haben und von einem Problem ins nächste rutschen?

Grund für diese zwei Typen von Mensch-Hund-Teams sind nicht etwa nur die Vorerfahrungen des Hundes, der vielleicht aus schlechter Haltung kommt oder auf der Straße gelebt hat. Auch die Erfahrung des Hundehalters spielt nicht immer eine Rolle. Der häufigste Grund, dass Hundehalter mit ihrem Hund ganz leicht in eine Abwärtsspirale rutschen ist, dass sie nicht wissen, wie sie etwas an der Situation ändern können.

Vielleicht hast du auch schon einmal eine Hundeschule besucht oder eine Einzelstunde bei einem guten Hundetrainer genommen. Ihr habt auch in den ersten Wochen kleine Fortschritte gemacht, seit dann aber doch wieder in alte Muster und Verhaltensweisen zurück gefallen. Keine Sorge, dir geht es wie den meisten Hundehaltern!

Ohne einen langfristigen Plan, brechen 99,9% der Hundehalter das Training mit ihrem Hund komplett ab, weil sie denken, dass das Training nicht zielführend ist.

Ich weiß, dass es super frustrierend sein kann, wenn du deine Ziele nicht erreichst, obwohl du scheinbar alles dafür gegeben hat, deswegen möchte ich dir heute ein System zeigen, welches im Hundetraining, wie auch im Leben IMMER funktioniert.

Mit 7 Schritten aus der Abwärtsspirale austreten:

Schritt 1 – Definiere dein genaues Ziel

Schritt 2 – Finde deinen Status Quo heraus

Schritt 3 – Plane die Route zu deinem Ziel

Schritt 4 – Lege Etappenziele fest

Schritt 5 – Fang endlich an!

Schritt 6 – Überprüfe deine Route und passe sie an

Schritt 7 – Durchhalten

Die meisten Hundehalter fragen sich jetzt, warum es denn so viele Mensch-Hund-Teams gibt, die Probleme haben, wenn es doch angeblich so einfach ist. Wichtig ist, dass du genau verstehst, was jeder Schritt genau bedeutet und ihn dann auch umsetzt. Mache dir bewusst, dass es KEINE Abkürzung auf diesem Weg gibt.

Schritt 1 – Definiere dein genaues Ziel

Du muss genau wissen, wo du hin möchtest, um dein Ziel zu erreichen.

Angenommen, du möchtest Urlaub in Österreich machen und planst mit dem Auto dort hinzufahren, wie gehst du vor? Wahrscheinlich gibst du als Ziel nicht einfach Österreich ins Navi ein und fährst los, oder? Viel eher suchst du vorher nach einem Hotel oder einer Ferienwohnung, planst was du dort alles erleben möchtest und hast ein ziemlich genaues Bild vor Augen, wie der Urlaub sein soll. Dann gibst du die genaue Adresse in dein Navi ein und fährst zu deinem Ziel.

Es reicht also nicht aus, einfach nur Österreich ins Navi einzutippen, um dein Urlaubsziel zu erreichen. Genauso wenig reicht es aus, zu sagen:

„Ich will, dass mein Hund nicht an der Leine zieht“ oder „Ich will, dass mein Hund besser auf mich hört“.

Das sind keine Trainingsziele!

Es ist wichtig, dass du dein Ziel glasklar definiert hast, bevor du das Training mit deinem Hund planst. Ansonsten wird dir auch das beste Trainingskonzept nicht weiterhelfen.

Schritt 2 – Finde deinen Status Quo heraus

Wenn du weißt, wo du hinwillst, musst du auch herausfinden, von wo du startest. Auch dein Navi berechnet für die Route die Strecke, von deinem aktuellen Standort bis zum Ziel. Genau das musst du auch im Hundetraining tun.

Bestimme deinen Status Quo mit deinem Hund

Dazu gehören beispielsweise Verhaltensauffälligkeiten, die dein Hund zeigt und Managementmaßnahmen, wie du bisher damit umgegangen bist. Außerdem solltest du testen, wie gut die Grunderziehung deines Hundes ist und wie stark eure Mensch-Hund-Bindung ist.

Schreibe dir dann zu jedem Bereich euren Status Quo auf und beginne deine Route zu planen.

Schritt 3 – Plane die Route zu deinem Ziel

Jetzt ist es endlich soweit. Du weißt genau, was du mit deinem Hund erreichen möchtest und wo ihr jetzt gerade steht. Nun gibt es mehrere Möglichkeiten, die Route zu eurem gemeinsamen Ziel zu planen.

  1. Gestalte dir selbst einen Plan und probiere ihn einfach aus.
  2. Suche dir ein Vorbild oder einen Trainer, der bereits dort ist, wo du hin möchtest.

Wenn du dir selbst einen Plan gestaltest, musst du sehr strukturiert und vor allem reflektiert an das Training herangehen. Gerade als neuer Hundebesitzer ohne Vorerfahrung ist dieser Weg oft steinig und von vielen Umwegen gezeichnet. Trotzdem wirst du auf diesem Weg viel lernen und daher habe ich ihn auch hier aufgelistet.

Der zweite Weg hingegen ist meistens einfacher, sofern du dein Vorbild bzw. deinen Trainer mit bedacht wählst. Orientiere dich an bewehrten Methoden, anstatt das Rad neu zu erfinden.

In unserer App hast du über 200 Videos, die dir fachlich geprüfte Anleitungen mit an die Hand geben. Falls unsere Videos dir nicht bei deinem Problem weiterhelfen, kannst du dich bei unseren zertifizierten Hundetrainern über die Chat-Funktion melden und wir helfen dir dabei, deine Route zu planen.

Schritt 4 – Lege Etappenziele fest

Damit deine Motivation und auch die deines Hundes während eurer Reise zum Ziel hoch bleibt, solltest du dir Etappenziele überlegen. Im Hundetraining empfehle ich dir kleine Wochenziele und etwas größere Monatsziele.

Beispiel:

Wenn mein Endziel ist, dass mein Hund an lockerer Leine aufmerksam neben mir her geht, dann könnten meine Etappenziele so aussehen:

Wochenziel 1: Ziel ist es, dass der erste Schritt aus der Haustür an lockerer Leine erfolgt und mein Hund mich dabei ansieht.

Monatsziel: Ziel ist es, dass mein Hund die 200 Meter bis zu unserem Haus an lockerer Leine geht. Falls die Leine sich spannt, soll er selbst das Tempo regulieren, bis die Leine wieder locker ist.

Um dein Etappenziel zu überprüfen, solltest du dir einen „Prüfungstag“ pro Woche und einen pro Monat eintragen. So kannst du kontrollieren, ob ihr bereit für den nächsten Schritt seid oder noch weiter an eurem Etappenziel arbeiten müsst.

Schritt 5 – Fange endlich an

Im Hundetraining, wie auch im Leben, gibt es nie den einen richtigen Moment, um endlich anzufangen. Uns Menschen fallen meistens 1000 Ausreden ein, warum noch nicht der richtige Zeitpunkt ist oder wir warten, dass uns noch die eine neue Leine oder der Clicker fehlt, um endlich zu starten. Fakt ist, um mit deinem Hund zu trainieren, brauchst du kaum etwas, bis auf eine Leine und ein Halsband, also nimm dir deine Fellnase und fang endlich an!

Schritt 6 – Überprüfe deine Route und passe sie an

Nachdem du ca. 2 Wochen trainiert hast, solltest du überprüfen, wie weit du deinem Ziel näher gekommen bist und an welchen Stellen es noch Schwierigkeiten gibt. Kommst du mit einer Methode überhaupt nicht weiter, ist es überhaupt nicht schlimm, wenn du einen anderen Ansatz stattdessen wählst und damit fortfährst.

Für alle Pupy Pro User gibt es die Möglichkeit, sich in unserem Chat Unterstützung durch zertifizierte Hundetrainer zu holen. Kommst du an einer Stelle im Training also nicht weiter, werden wir dir dabei helfen, eine Lösung und ggf. einen alternativen Trainingsansatz zu finden.

Schritt 7 – Durchhalten

Hunde lernen in den Momenten am besten, in denen sie nicht das machen, was wir gerne möchten.

Jeder kennt die Situation, dass das Training einige Wochen super läuft und plötzlich kommt Tag XY und er tut so, als wüsste er kein einziges Kommando mehr. Die meisten Hundehalter hassen solche Tage und fühlen sich von ihrem Hund beinahe verraten.

Mittlerweile muss ich gestehen, dass ich solche „Charaktertage“ liebe! Der Grund dafür ist, dass Tage an denen mein Hund nicht hören möchte, die Tage sind, an denen ich meinem Hund zeigen kann, dass unsere abgemachten Regeln trotzdem gelten. Hat mein Hund das verstanden, lernt er an diesem „Charaktertag“ mehr als in allen Übungsstunden, die wir gemeinsam hatten.

Wichtig ist, dass wir solche Tage nutzen und konsequent bleiben, anstatt eine „einmalige Ausnahme“ zu machen. Ausnahmen werfen uns im Training IMMER zurück, weil dein Hund mit einem unerwünschten Verhalten Erfolg hatte und wir es durch unserer „Ausnahme“ auch noch ganz unbewusst bestätigen.

Deshalb mein Tipp: Warte auf diese „Charaktertage“ und heiße sie herzlichst willkommen. Denn wenn du dir bewusst bist, dass diese Tage den größten Lernerfolg bringen, dann ist es ein Leichtest auf „Ausnahmen“ zu verzichten, auch wenn es anstrengend ist!

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Training

Wann starte ich am besten mit dem Hundetraining?

Hast du gerade einem Hund ein neues Zuhause geschenkt und fragst dich, wann du am besten mit dem Hundetraining starten sollst? Wir von Pupy möchten dir helfen, deinen kleinen Freund bestmöglich auf sein neues Leben an deiner Seite vorzubereiten, damit ihr all die wundervollen Momente unbeschwert als Mensch-Hund-Team erleben könnt.

Einer der ersten Fragen, die sich neue Hundehalter stellen, ist: Wann beginne ich mit dem Hundetraining?

Wichtig ist, dass du dir bewusst wirst, dass Training und Erziehung zwei unterschiedliche Dinge sind.

Erziehung

Bei der Erziehung deines Hundes geht es darum, ihn an die Welt an deiner Seite zu gewöhnen. Er soll die wichtigsten Regeln für das Zusammenleben lernen, seine Umgebung entdecken und den Umgang mit anderen Artgenossen erlernen. In der Phase der Erziehung geht es vor allem darum, eine qualitativ hochwertige Beziehung und Bindung zu deinem Hund aufzubauen und das Fundament für euer Mensch-Hund-Team zu legen.

Training

Im Hundetraining geht es darum, deinem Hund bestimmte Verhaltensweisen über Kommandos und andere Signale beizubringen. Das gemeinsame Training stärkt eure Bindung und stellt eine körperliche und geistige Beschäftigung für dich und deinen Hund dar. Dabei gibt es ganz verschiedene Vorgehensweisen und Ansätze. Wichtig ist, dass du für dich und deinen Hund den Trainingsansatz findest, der euch beiden Spaß macht.

Wann beginne ich am besten mit der Erziehung und wann mit dem Training?

Das hängt ein wenig davon ab, ob du gerade einen Welpen oder schon einen etwas älteren Hund z.B. aus dem Tierheim bei dir aufgenommen hast.

Welpen und Junghunde

Mit deinem Welpen kannst du bereits am ersten Tag spielerisch mit den ersten kleinen Erziehungslektionen beginnen, z.B. in dem ihr gemeinsam das Haus und den Garten entdeckt, gemeinsam spielt und dein kleiner Freund dabei lernen darf, mit welcher Intensität er mit dir spielen darf. Auch das Stubenreinheitstraining startet ab Tag 1, indem du in regelmäßigen Abständen (alle 1,5 – 2 Stunden) mit dem Kleinen raus auf die Wiese gehst. Nach 2-3 Tagen dieser Eingewöhnungszeit könnt ihr mit dem Kontakt zu anderen Hunden in einer Welpengruppe oder mit befreundeten Nachbarhunden beginnen. Auch hier ist es wichtig, dass dein Hund lernt, wie er sich anderen Hunden gegenüber zu verhalten hat. Wird das Spiel zu wild, brichst du es ab und nimmst deinen Welpen zu dir. Sucht dein Welpe hingegen Schutz, bietest du ihm diesen an und zahlst somit gleich auf eurer Beziehungskonto ein. Mit der Zeit kannst du dann beginnen, kleine Trainingslektionen für den Alltag mit einfließen zu lassen. Dazu gehören Sitz und Platz aber auch kleine Tricks, die euch beiden Spaß machen und die Motorik deines Hundes schulen, z.B. der Trick Twist. Nach wenigen Tagen, kannst du auch schon mit dem Alleinbleiben langsam starten. Tipps dazu findest du in unserer App!

Tierschutzhund

Mit einem Hund aus dem Tierheim oder Tierschutz beginnst du etwas anders. Hier solltest du zunächst abklären, welche Vorgeschichte dein Hund mit sich bringt. Falls du das nicht weißt, hilft es, ihn die ersten paar Tage ganz genau zu beobachten. Fällt dir dann auf, dass er in bestimmten Situationen unsicher ist, setzt du genau da mit dem Training an. Baue in den ersten Tagen Vertrauen zu deinem neuen Mitbewohner auf, indem ihr gemeinsam spielt, die Gegend erkundet und erste Tagesroutinen etabliert. Führe deinen Hund dann als sicherer Anker in der Not durch Situationen, in denen er Unsicherheit zeigt. Wie genau das geht, erfährst du in unserer App unter der Kategorie „Welpenerziehung“.

Tipp

Jedes Training und jede Erziehungsmaßnahme geben deinem Hund Struktur und Sicherheit. Gemeinsam zu einem Team zusammenzuwachsen beginnt ab dem ersten Zeitpunkt eures Zusammentreffens. Lade dir jetzt die Pupy App herunter und lege das Fundament für eurer starkes Mensch-Hund-Team!