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Tipps & Tricks

Welcher Hund passt am besten zu mir?

„Wie finde ich den richtigen Hund für mich?“ – eine Frage, die sich viele zukünftige Hundebesitzer stellen. Die Entscheidungen darüber, ob es ein großer oder kleiner Hund sein soll, ein Welpe oder doch ein erwachsener Hund, ein Rassehund oder ein Mischling und ob der Hund von einem Züchter oder aus dem Tierschutz kommen soll, sind gar nicht so einfach und sollten auf jeden Fall mit bedacht entschiedenen werden.

In diesem Artikel findest du viele Tipps und Denkanstöße, die dir dabei helfen werden, den perfekten Hund fürs Leben zu finden!

Großer oder kleiner Hund?

Ist doch eine Stilfrage, oder? Nicht ganz, denn meistens steckt hinter der Größe des Hundes viel mehr als nur der optische Aspekt. Die Aussage „Große Hunde benötigen mehr Auslauf, als kleine Hunde.“ ist ein Mythos. Je nach Rasse und Persönlichkeit kann der Drang nach Bewegung variieren und kann zusätzlich durch Training gefördert werden. Ein Vorteil von kleinen Hunden, ist sicherlich, dass sie weniger Gewicht haben. Flugreisen und auch Bahnfahrten mit einem kleinen Hund sind dadurch günstiger und sicherlich auch praktischer, als z.B. mit einer großen dänischen Dogge. Große Hunde geben dir dafür ein Sicherheitsgefühl, nicht umsonst wurden Rassen, wie der Deutsche Schäferhund, Rottweiler, oder auch Herdenschutzhunde gerne auf Höfen gehalten, sie haben viel Kraft sind robust und schrecken nicht nur Einbrecher ab. Auch im Hinblick auf ein gemeinsames Hobby lohnt es sich, abzuwägen in welcher Größenklasse du mitspielen möchtest. Sport der viel Körperkraft fordert z.B. der Zughundesport, sind für kleine Rasse ungeeignet. Überlege dir in Hinsicht auf die Größe deines Hundes genau, wie dein Alltag mit dem Hund aussehen kann und vergleiche dabei, wie du mit unterschiedlich großen Hunden umgehen würdest.

Welpe oder erwachsener Hund?

Natürlich sind Welpen süß, sie bedeutet in der Anfangszeit aber auch eine Menge Arbeit. Welpen sind in den ersten Wochen sehr zeitintensiv, deshalb empfiehlt es sich mindestens 3 Wochen Urlaub zu nehmen, nachdem dein Welpe eingezogen ist. In dieser Zeit gilt es dann, deinen Welpen zu erziehen und ihn mit deinem Alltag vertraut zu machen. Stubenreinheit und das Alleinbleiben sind wichtige Dinge, die neben dem Aufbau einer stabilen Mensch-Hund-Bindung in den ersten paar Wochen mit einem Welpen im Fokus stehen. Das Schöne an einem Welpen ist, dass er unbefangen ist und die meisten Erfahrungen mit dir gemeinsam sammeln kann. Ihr wachst nach und nach zu einem echten Team zusammen.

Mit einem erwachsenen Hund, bleibt dir die zeitintensive Welpenzeit zwar erspart, doch auch ein Hund aus zweiter Hand oder aus dem Tierschutz benötigt in der ersten Zeit deine Aufmerksamkeit. Zwar ist er meist stubenrein, braucht aber je nach Vorgeschichte trotzdem Zeit, um sich an das Leben mit dir zu gewöhnen. Besonders ein Hund mit einer schlimmen Vorgeschichte kann intensives Training oder eine Verhaltenstherapie benötigen, dieser Tatsache solltest du dir bewusst sein. Trotzdem spricht nichts dagegen auch einem Tierschutzhund die Chance auf ein neues glücklicheres Leben mit dir an deiner Seite zu ermöglichen!

Überlege dir, welcher Hund in dein Leben passt!

Egal ob Welpe, Junghund, Senior, Tierschutzhund oder Rassehund, überlege dir, welcher Hund in dein Leben passt! Informiere dich über Hunderassen, die dir gefallen und ziehe eventuell Züchter zurate, die dir mehr über das Wesen der Rasse erzählen können. Informiere dich im Tierheim über den Hund, der dir gefällt und vereinbare ein Probegassi, um deinen potenziellen neuen Fellfreund näher kennenzulernen. Auch Tierschutzorganisationen aus dem Ausland, können dich am Telefon über den Charakter ihrer Schützlinge beraten, nutze diese Informationen und entscheide dich erst danach für eine Adoption.

Egal auf welchem Weg du zu deinem perfekten Hund in deinem Leben findest, wir von Pupy helfen euch auf eurem Weg zum Mensch-Hund-Team!

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Training

Hundetraining – 7 Schritte zum Ziel

Hast du dich jemals gefragt, warum es Hunde gibt, die super schnell lernen, im Training scheinbar stetig Fortschritte machen und ihrem Halter scheinbar nie Probleme bereiten? Während andere Hundehalter scheinbar komplett die Kontrolle über ihren Hund verloren haben und von einem Problem ins nächste rutschen?

Grund für diese zwei Typen von Mensch-Hund-Teams sind nicht etwa nur die Vorerfahrungen des Hundes, der vielleicht aus schlechter Haltung kommt oder auf der Straße gelebt hat. Auch die Erfahrung des Hundehalters spielt nicht immer eine Rolle. Der häufigste Grund, dass Hundehalter mit ihrem Hund ganz leicht in eine Abwärtsspirale rutschen ist, dass sie nicht wissen, wie sie etwas an der Situation ändern können.

Vielleicht hast du auch schon einmal eine Hundeschule besucht oder eine Einzelstunde bei einem guten Hundetrainer genommen. Ihr habt auch in den ersten Wochen kleine Fortschritte gemacht, seit dann aber doch wieder in alte Muster und Verhaltensweisen zurück gefallen. Keine Sorge, dir geht es wie den meisten Hundehaltern!

Ohne einen langfristigen Plan, brechen 99,9% der Hundehalter das Training mit ihrem Hund komplett ab, weil sie denken, dass das Training nicht zielführend ist.

Ich weiß, dass es super frustrierend sein kann, wenn du deine Ziele nicht erreichst, obwohl du scheinbar alles dafür gegeben hat, deswegen möchte ich dir heute ein System zeigen, welches im Hundetraining, wie auch im Leben IMMER funktioniert.

Mit 7 Schritten aus der Abwärtsspirale austreten:

Schritt 1 – Definiere dein genaues Ziel

Schritt 2 – Finde deinen Status Quo heraus

Schritt 3 – Plane die Route zu deinem Ziel

Schritt 4 – Lege Etappenziele fest

Schritt 5 – Fang endlich an!

Schritt 6 – Überprüfe deine Route und passe sie an

Schritt 7 – Durchhalten

Die meisten Hundehalter fragen sich jetzt, warum es denn so viele Mensch-Hund-Teams gibt, die Probleme haben, wenn es doch angeblich so einfach ist. Wichtig ist, dass du genau verstehst, was jeder Schritt genau bedeutet und ihn dann auch umsetzt. Mache dir bewusst, dass es KEINE Abkürzung auf diesem Weg gibt.

Schritt 1 – Definiere dein genaues Ziel

Du muss genau wissen, wo du hin möchtest, um dein Ziel zu erreichen.

Angenommen, du möchtest Urlaub in Österreich machen und planst mit dem Auto dort hinzufahren, wie gehst du vor? Wahrscheinlich gibst du als Ziel nicht einfach Österreich ins Navi ein und fährst los, oder? Viel eher suchst du vorher nach einem Hotel oder einer Ferienwohnung, planst was du dort alles erleben möchtest und hast ein ziemlich genaues Bild vor Augen, wie der Urlaub sein soll. Dann gibst du die genaue Adresse in dein Navi ein und fährst zu deinem Ziel.

Es reicht also nicht aus, einfach nur Österreich ins Navi einzutippen, um dein Urlaubsziel zu erreichen. Genauso wenig reicht es aus, zu sagen:

„Ich will, dass mein Hund nicht an der Leine zieht“ oder „Ich will, dass mein Hund besser auf mich hört“.

Das sind keine Trainingsziele!

Es ist wichtig, dass du dein Ziel glasklar definiert hast, bevor du das Training mit deinem Hund planst. Ansonsten wird dir auch das beste Trainingskonzept nicht weiterhelfen.

Schritt 2 – Finde deinen Status Quo heraus

Wenn du weißt, wo du hinwillst, musst du auch herausfinden, von wo du startest. Auch dein Navi berechnet für die Route die Strecke, von deinem aktuellen Standort bis zum Ziel. Genau das musst du auch im Hundetraining tun.

Bestimme deinen Status Quo mit deinem Hund

Dazu gehören beispielsweise Verhaltensauffälligkeiten, die dein Hund zeigt und Managementmaßnahmen, wie du bisher damit umgegangen bist. Außerdem solltest du testen, wie gut die Grunderziehung deines Hundes ist und wie stark eure Mensch-Hund-Bindung ist.

Schreibe dir dann zu jedem Bereich euren Status Quo auf und beginne deine Route zu planen.

Schritt 3 – Plane die Route zu deinem Ziel

Jetzt ist es endlich soweit. Du weißt genau, was du mit deinem Hund erreichen möchtest und wo ihr jetzt gerade steht. Nun gibt es mehrere Möglichkeiten, die Route zu eurem gemeinsamen Ziel zu planen.

  1. Gestalte dir selbst einen Plan und probiere ihn einfach aus.
  2. Suche dir ein Vorbild oder einen Trainer, der bereits dort ist, wo du hin möchtest.

Wenn du dir selbst einen Plan gestaltest, musst du sehr strukturiert und vor allem reflektiert an das Training herangehen. Gerade als neuer Hundebesitzer ohne Vorerfahrung ist dieser Weg oft steinig und von vielen Umwegen gezeichnet. Trotzdem wirst du auf diesem Weg viel lernen und daher habe ich ihn auch hier aufgelistet.

Der zweite Weg hingegen ist meistens einfacher, sofern du dein Vorbild bzw. deinen Trainer mit bedacht wählst. Orientiere dich an bewehrten Methoden, anstatt das Rad neu zu erfinden.

In unserer App hast du über 200 Videos, die dir fachlich geprüfte Anleitungen mit an die Hand geben. Falls unsere Videos dir nicht bei deinem Problem weiterhelfen, kannst du dich bei unseren zertifizierten Hundetrainern über die Chat-Funktion melden und wir helfen dir dabei, deine Route zu planen.

Schritt 4 – Lege Etappenziele fest

Damit deine Motivation und auch die deines Hundes während eurer Reise zum Ziel hoch bleibt, solltest du dir Etappenziele überlegen. Im Hundetraining empfehle ich dir kleine Wochenziele und etwas größere Monatsziele.

Beispiel:

Wenn mein Endziel ist, dass mein Hund an lockerer Leine aufmerksam neben mir her geht, dann könnten meine Etappenziele so aussehen:

Wochenziel 1: Ziel ist es, dass der erste Schritt aus der Haustür an lockerer Leine erfolgt und mein Hund mich dabei ansieht.

Monatsziel: Ziel ist es, dass mein Hund die 200 Meter bis zu unserem Haus an lockerer Leine geht. Falls die Leine sich spannt, soll er selbst das Tempo regulieren, bis die Leine wieder locker ist.

Um dein Etappenziel zu überprüfen, solltest du dir einen „Prüfungstag“ pro Woche und einen pro Monat eintragen. So kannst du kontrollieren, ob ihr bereit für den nächsten Schritt seid oder noch weiter an eurem Etappenziel arbeiten müsst.

Schritt 5 – Fange endlich an

Im Hundetraining, wie auch im Leben, gibt es nie den einen richtigen Moment, um endlich anzufangen. Uns Menschen fallen meistens 1000 Ausreden ein, warum noch nicht der richtige Zeitpunkt ist oder wir warten, dass uns noch die eine neue Leine oder der Clicker fehlt, um endlich zu starten. Fakt ist, um mit deinem Hund zu trainieren, brauchst du kaum etwas, bis auf eine Leine und ein Halsband, also nimm dir deine Fellnase und fang endlich an!

Schritt 6 – Überprüfe deine Route und passe sie an

Nachdem du ca. 2 Wochen trainiert hast, solltest du überprüfen, wie weit du deinem Ziel näher gekommen bist und an welchen Stellen es noch Schwierigkeiten gibt. Kommst du mit einer Methode überhaupt nicht weiter, ist es überhaupt nicht schlimm, wenn du einen anderen Ansatz stattdessen wählst und damit fortfährst.

Für alle Pupy Pro User gibt es die Möglichkeit, sich in unserem Chat Unterstützung durch zertifizierte Hundetrainer zu holen. Kommst du an einer Stelle im Training also nicht weiter, werden wir dir dabei helfen, eine Lösung und ggf. einen alternativen Trainingsansatz zu finden.

Schritt 7 – Durchhalten

Hunde lernen in den Momenten am besten, in denen sie nicht das machen, was wir gerne möchten.

Jeder kennt die Situation, dass das Training einige Wochen super läuft und plötzlich kommt Tag XY und er tut so, als wüsste er kein einziges Kommando mehr. Die meisten Hundehalter hassen solche Tage und fühlen sich von ihrem Hund beinahe verraten.

Mittlerweile muss ich gestehen, dass ich solche „Charaktertage“ liebe! Der Grund dafür ist, dass Tage an denen mein Hund nicht hören möchte, die Tage sind, an denen ich meinem Hund zeigen kann, dass unsere abgemachten Regeln trotzdem gelten. Hat mein Hund das verstanden, lernt er an diesem „Charaktertag“ mehr als in allen Übungsstunden, die wir gemeinsam hatten.

Wichtig ist, dass wir solche Tage nutzen und konsequent bleiben, anstatt eine „einmalige Ausnahme“ zu machen. Ausnahmen werfen uns im Training IMMER zurück, weil dein Hund mit einem unerwünschten Verhalten Erfolg hatte und wir es durch unserer „Ausnahme“ auch noch ganz unbewusst bestätigen.

Deshalb mein Tipp: Warte auf diese „Charaktertage“ und heiße sie herzlichst willkommen. Denn wenn du dir bewusst bist, dass diese Tage den größten Lernerfolg bringen, dann ist es ein Leichtest auf „Ausnahmen“ zu verzichten, auch wenn es anstrengend ist!

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Training

Wann starte ich am besten mit dem Hundetraining?

Hast du gerade einem Hund ein neues Zuhause geschenkt und fragst dich, wann du am besten mit dem Hundetraining starten sollst? Wir von Pupy möchten dir helfen, deinen kleinen Freund bestmöglich auf sein neues Leben an deiner Seite vorzubereiten, damit ihr all die wundervollen Momente unbeschwert als Mensch-Hund-Team erleben könnt.

Einer der ersten Fragen, die sich neue Hundehalter stellen, ist: Wann beginne ich mit dem Hundetraining?

Wichtig ist, dass du dir bewusst wirst, dass Training und Erziehung zwei unterschiedliche Dinge sind.

Erziehung

Bei der Erziehung deines Hundes geht es darum, ihn an die Welt an deiner Seite zu gewöhnen. Er soll die wichtigsten Regeln für das Zusammenleben lernen, seine Umgebung entdecken und den Umgang mit anderen Artgenossen erlernen. In der Phase der Erziehung geht es vor allem darum, eine qualitativ hochwertige Beziehung und Bindung zu deinem Hund aufzubauen und das Fundament für euer Mensch-Hund-Team zu legen.

Training

Im Hundetraining geht es darum, deinem Hund bestimmte Verhaltensweisen über Kommandos und andere Signale beizubringen. Das gemeinsame Training stärkt eure Bindung und stellt eine körperliche und geistige Beschäftigung für dich und deinen Hund dar. Dabei gibt es ganz verschiedene Vorgehensweisen und Ansätze. Wichtig ist, dass du für dich und deinen Hund den Trainingsansatz findest, der euch beiden Spaß macht.

Wann beginne ich am besten mit der Erziehung und wann mit dem Training?

Das hängt ein wenig davon ab, ob du gerade einen Welpen oder schon einen etwas älteren Hund z.B. aus dem Tierheim bei dir aufgenommen hast.

Welpen und Junghunde

Mit deinem Welpen kannst du bereits am ersten Tag spielerisch mit den ersten kleinen Erziehungslektionen beginnen, z.B. in dem ihr gemeinsam das Haus und den Garten entdeckt, gemeinsam spielt und dein kleiner Freund dabei lernen darf, mit welcher Intensität er mit dir spielen darf. Auch das Stubenreinheitstraining startet ab Tag 1, indem du in regelmäßigen Abständen (alle 1,5 – 2 Stunden) mit dem Kleinen raus auf die Wiese gehst. Nach 2-3 Tagen dieser Eingewöhnungszeit könnt ihr mit dem Kontakt zu anderen Hunden in einer Welpengruppe oder mit befreundeten Nachbarhunden beginnen. Auch hier ist es wichtig, dass dein Hund lernt, wie er sich anderen Hunden gegenüber zu verhalten hat. Wird das Spiel zu wild, brichst du es ab und nimmst deinen Welpen zu dir. Sucht dein Welpe hingegen Schutz, bietest du ihm diesen an und zahlst somit gleich auf eurer Beziehungskonto ein. Mit der Zeit kannst du dann beginnen, kleine Trainingslektionen für den Alltag mit einfließen zu lassen. Dazu gehören Sitz und Platz aber auch kleine Tricks, die euch beiden Spaß machen und die Motorik deines Hundes schulen, z.B. der Trick Twist. Nach wenigen Tagen, kannst du auch schon mit dem Alleinbleiben langsam starten. Tipps dazu findest du in unserer App!

Tierschutzhund

Mit einem Hund aus dem Tierheim oder Tierschutz beginnst du etwas anders. Hier solltest du zunächst abklären, welche Vorgeschichte dein Hund mit sich bringt. Falls du das nicht weißt, hilft es, ihn die ersten paar Tage ganz genau zu beobachten. Fällt dir dann auf, dass er in bestimmten Situationen unsicher ist, setzt du genau da mit dem Training an. Baue in den ersten Tagen Vertrauen zu deinem neuen Mitbewohner auf, indem ihr gemeinsam spielt, die Gegend erkundet und erste Tagesroutinen etabliert. Führe deinen Hund dann als sicherer Anker in der Not durch Situationen, in denen er Unsicherheit zeigt. Wie genau das geht, erfährst du in unserer App unter der Kategorie „Welpenerziehung“.

Tipp

Jedes Training und jede Erziehungsmaßnahme geben deinem Hund Struktur und Sicherheit. Gemeinsam zu einem Team zusammenzuwachsen beginnt ab dem ersten Zeitpunkt eures Zusammentreffens. Lade dir jetzt die Pupy App herunter und lege das Fundament für eurer starkes Mensch-Hund-Team!

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Tipps & Tricks

Was mache ich, wenn mein Hund Angst beim Tierarzt hat?

Tierarztbesuche sind für die meisten Hundehalter und ihre Hunde mit Stress verbunden. Egal ob es um den jährlichen Check-up geht oder unser Tier krank ist, wir leiden ganz automatisch mit. Wenn unser Hund neben Schmerzen auch noch Angst hat, ist es für die meisten Hundehalter kaum zum Aushalten, das eigene Tier so leiden zu sehen. Meistens reden wir beruhigend auf unseren Hund ein, versuchen ihn zu streicheln und ihm beizustehen. Leider gibt es einen bestimmten Punkt, an dem die Angst zu Panik wird und unser Hund unsere Anwesenheit kaum noch wahrnimmt. Der ganze Körper unseres Hundes ist damit beschäftigt, der unangenehmen Situation zu entfliehen oder gegen sie anzukämpfen. Die meisten Tierärzte reagieren dann mit Sicherheitsmaßnahmen, z.B. Maulkorb, Halskragen, fixieren durch eine Assistenz oder im schlimmsten Fall, da es die Behandlung sonst nicht zulässt, einer leichten Sedierung.

Das alles muss nicht sein!

Wir von Pupy möchten dir die Möglichkeit geben, deinen Hund so gut wie es geht auf seinen Tierarztbesuch vorzubereiten, um Angst, Furcht, Stress und seine Folgen zu vermeiden. Die folgenden 3 Tipps richten sich besonders an Hunde, die bereits schlechte Erfahrungen beim Tierarzt gesammelt haben.

Trainiere mit „Medical Training“ verschiedene Behandlungssituationen.

Schreibe dir eine Liste mit Behandlungssituationen, die dein Hund bereits durchlaufen musste. Sortiere die einzelnen Punkte auf deiner Liste nach dem Anstieg des Stresslevels deines Hundes. Wenn du alle Punkte sortiert hast, beginnst du mit dem Training einer Behandlungssituation, in der dein Hund geringe Anzeichen von Stress gezeigt hat. Im Laufe der Zeit fährst du dann mit schwierigeren Behandlungssituationen fort, bis du die ganze Liste abgearbeitet hast.

Vorsicht!

Reagiert dein Hund in Stresssituationen mit aggressiven Verhalten oder bemerkst du im Training, dass dein Hund dir droht, starte als erstes mit dem Maulkorbtraining, ehe du die anderen Punkte auf deiner Liste trainierst. So kann dein Hund im weiteren Verlauf des Trainings den Maulkorb tragen und dein Hund und du können entspannt zusammen trainieren.

Suche dir einen geeigneten Tierarzt

Die Wahl eines guten Tierarztes ist besonders für Angsthunde sehr wichtig. Tierärzte sollten in der Lage sein, Stress, Angst und Furcht zu erkennen und ggf. Gegenmaßnahmen einzuleiten. Besonders Tierärzte mit der Qualifizierung „Fear Free“ sind besonders geschult darin, jedem Tier einen entspannten Tierarztbesuch zu ermöglichen. Bespreche mit deinem Tierarzt vor der Behandlung, am besten noch am Telefon, vor welchen Situationen dein Hund Angst hat, so kann sich das Praxisteam auf deinen Hund einstellen. Manche Tierärzte bieten auch einen Besuch ohne Behandlungsgrund an. Solche Termine dienen dazu, dass dein Hund positive Erfahrungen in der Praxis sammeln kann und er das Praxisteam entspannt kennenlernt.

Trainiere ein Entspannungssignal

Entspannungssignale können deinen Hund in stressigen Situationen beruhigen und ein Gefühl von Geborgenheit auslösen. Dabei ist es wichtig, dass das Signal vorher in einer entspannten Situation konditioniert wird. Das Entspannungssignal kann entweder nur ein beruhigendes Streicheln sein, es kann aber auch mit einem Wort, Melodie oder Duft verknüpft werden. Die konditionierte Entspannung lernst du in unserer App unter der Kategorie „Entspannung“.

Falls du Fragen oder Anmerkungen zu diesem Thema hast, kontaktiere uns gerne. Wir wünschen dir viel Spaß beim Training mit der Pupy App!

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Training

Vermeide diese 3 Fehler in der Hundeerziehung

Viele Probleme in der Hundeerziehung entstehen durch kleine Fehler und Ungenauigkeiten. Oft liegt es gar nicht daran, dass zu wenig trainiert wird, sondern viel mehr daran, dass diese Fehler nicht in der Hundeausbildung kommuniziert werden. Wir von Pupy möchten dir die Top 3 Fehler in der Hundeerziehung vorstellen und dir erklären, wie du sie in Zukunft vermeiden kannst.

Fehler Nr. 1: Fehler in der Kommunikation

Hunde sind keine Menschen, deshalb müssen wir lernen, ihre Sprache zu verstehen und anzuwenden. Im Gegensatz zum redegewandten Menschen, kommunizieren Hunde nonverbal, also über Körpersprache. Den Fehler, den viele Hundehalter begehen ist, dass sie zwar das richtige verbale Signal ihrem Hund geben, ihre Körpersprache jedoch völlig gegensätzlich ist. Beispielsweise sagen wir unserem Hund, dass er uns folgen soll und wenden aber unseren Körper nicht in die Richtung, in die wir gehen wollen, sondern in die Richtung in die unser Hund gerade zieht. Oder wir sagen unserem Hund, dass er uns bei der Begrüßung nicht anspringen soll, bestätigen ihn jedoch auf körpersprachlicher Ebene, indem wir uns zu ihm hinunterbeugen und ihn streicheln.

Tipp: Lerne die Sprache deines Hundes, ehe du ihm deine eigene beibringst.

Fehler Nr. 2: Fehlende Konsequenz

Immer wieder die Regeln ändern, versteht weder Hund noch Mensch. Doch gerade in Familien oder unter Paaren kommt es häufiger zu sogenannten „Ausnahmen“, z.B.: „Ach, es ist doch Weihnachten, heute darf er mal was vom Tisch!“. „Heute ist Sonntag, da darf er mich mal ruhig zu seiner Lieblingswiese ziehen“, usw. Hunde verstehen leider nicht, dass es „nur“ Ausnahmen sind. Denn wenn ein bestimmtes Verhalten in einer bestimmten Situation zum Erfolg führt, wird es in einer gleichen oder ähnlichen Situation erneut und manchmal sogar stärker gezeigt. Das bedeutet, dass dein Hund z.B. auch am Tag nach Weihnachten bettelnd neben dem Tisch steht und auf deine neue Jeans sabbert oder auch unter der Woche dich zu seiner Lieblingswiese zieht. Der Unterschied ist, dass du deinen Hund nun dafür korrigieren oder bestrafen möchtest. Das ist jedoch unfair, weil dein Hund keine „Ausnahmen“ verstehen kann. Solche Situationen können deinen Hund verunsichern und er wird ständig deine Regeln hinterfragen und sie testen. Wenn du hingegen konsequent bleibst und deine Regeln IMMER durchsetzt, wird dein Hund in dir einen zuverlässigen Partner sehen, dem er vertrauen kann.

Fehler Nr. 3: Fehlende Generalisierung

„Gestern hat der Rückruf doch auch geklappt, warum klappt er heute denn nicht?“ Kommen dir solche Aussagen bekannt vor? Vielleicht hast du schon mal von dem Begriff „Platzlerner“ gehört. Das sind Hunde, die auf dem Hundeplatz auf jedes Wort hören und vorbildlich an der Leine laufen, sich aus jeder Situation auf dem Platz abrufen lassen und sobald sie das Tor des Hundeplatzes verlassen, nicht mal auf ihren Namen reagieren. Woran liegt das? Hunde lernen größtenteils örtlich und situationsabhängig. Das bedeutet, dass ein neu erlerntes Verhalten, z.B. der Rückruf, in sehr vielen unterschiedlichen Umgebungen und mit vielen verschiedenen Ablenkungen trainiert werden muss, damit er zuverlässig ist. Dein Hund bildet beim Lernen in seinem Gehirn bestimmte Verknüpfungen, die du dir wie ein Straßennetz vorstellen kannst. Damit dein Hund in jeder Situation auf dein Signal das gewünschte Verhalten zeigt, ist es wichtig, so viele Verknüpfungen wie möglich zu erstellen, damit dein Hund schnell und zuverlässig reagieren kann. Erst nachdem diese Generalisierung erfolgt ist, ist ein Verhalten vollständig erlernt. Wichtig ist jedoch, dass auch nach der Generalisierung in unregelmäßigen Abständen dieses neue Verhalten trainiert und auch ab und an belohnt wird.

Mit der Pupy App kannst du ganz leicht lernen, diese 3 Fehler zukünftig zu vermeiden. Lade dir hier die App kostenlos herunter und starte heute noch mit dem Training!

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Tipps & Tricks Training

4 Tipps für Hundebegegnungen

Einem anderen Hund auf dem Spaziergang zu begegnen, ist als Hundebesitzer nichts ungewöhnliches und sollte eigentlich auch kein Problem sein, wenn beide Mensch-Hund-Teams sich an bestimmte Regeln halten. Trotzdem gibt es immer wieder Situationen, die uns Hundebesitzer beunruhigen, wenn am Horizont ein anderes Mensch-Hund-Team erscheint. Egal ob es die Angst ist, dass der andere Hund auf den Eigenen losgeht oder die Unsicherheit, ob der eigene Hund sich benimmt. Ein negatives Gefühl kann sich hier auch auf deinen Hund übertragen. Um das zu verhindern, haben wir für dich 4 Tipps, die dir helfen, in Zukunft sicherer und gelassener bei Hundebegegnungen zu reagieren.

1. Respekt vor angeleinten Hunden.

Die wichtigste Regel für alle Hundebesitzer: Triffst du einen angeleinten Hund oder einen Hund den du nicht kennst, dann leinst du deinen Hund ebenfalls an und hälst ausreichend Abstand während der Begegnung. Falls der andere Hund keine Leine trägt, dein Hund jedoch angeleint ist, bittest du den anderen Hundebesitzer, seinen Hund anzuleinen. Versuche in einer solchen Situation immer freundlich und sachlich zu bleiben, auch wenn nicht jeder Hundebesitzer es verstehen wird, warum er seinen Hund nun anleinen soll.

Was du tun kannst, wenn der andere Hundebesitzer seinen Hund nicht anleinen möchte:

Atme dreimal tief durch und bleibe ruhig und freundlich. Bitte den anderen Hundebesitzer erneut, seinen Hund anzuleinen und nenne ihm einen triftigen Grund, warum es für seinen Hund sicherer ist, angeleint zu werden. Sage beispielsweise, dass dein Hund eine ansteckende Krankheit hat, er andere Hunde beißt, die ihm zu nahe kommen, er Flohbefall hat oder derzeit in der Standhitze ist und du ihn vor ungeplantem Nachwuchs bewahren möchtest. Denke wirklich daran, freundlich zu bleiben und drehe die Situation immer so, dass du nicht deinen eigenen, sondern den Hund deines Gegenübers schützen möchtest. So bleibt dir eine hitzige Diskussion erspart und jeder konzentriert sich auf seinen eigenen Hund.

2. An der Leine wird Abstand gehalten.

Wer kennt nicht den Satz: „Der möchte nur kurz ‚Hallo‘ sagen.“ Nur kurz „Hallo“ kann gerade an der Leine zu Chaos, Verletzungen und Beißereien führen und ganz nebenbei versetzt du deinen Hund in die Erwartungshaltung, dass er sobald ein anderer Hund entgegen kommt, zu diesem stürmen darf. Es empfiehlt sich also Abstand an der Leine zu halten. Dein Hund lernt so, dass er an der Leine gar nicht damit rechnen muss, mit einem anderen Hund spielen zu dürfen und gleichzeitig bleibt dir der unbeliebte Knoten in der Leine mit einem anderem Hund so erspart.

Was du tun kannst, wenn dein Hund an der Leine zum Pöbeln neigt:

Nimm deinen Hund in Hundebegegnungen auf die dem anderen Mensch-Hund-Team abgewandte Seite. So sorgst du für den nötigen Abstand zwischen dir und dem anderen Mensch-Hund-Team und bietest deinem eigenen Hund gleichzeitig mehr Raum zum Ausweichen. Wichtig ist in einer solchen Situation, dass du deine Leine nicht stramm anziehst, sondern sie locker hängen lässt. So fühlt dein Hund sich nicht eingeengt und verknüpft eine stramme Leine auch nicht mit der Begegnung anderer Hunde.

3. Die regeln das NICHT unter sich!

Wenn beide Hunde sich verstehen oder es doch mal passiert, dass die Hunde ohne Leine aufeinander treffen, ist es wichtig, dass du die Hunde und ihr „Spiel“ immer im Auge behältst. Der Satz „Die regeln das unter sich!“ scheitert schon an der Tatsache, dass ein 2 kg Chihuahua sich wohl kaum gegen das Gewicht und der Masse eines Neufundländers wehren könnte. Abgesehen von der Größe, kann natürlich auch ein Spiel schnell eskalieren. Spätestens wenn das Spiel zu einseitig wird, ein Hund immer am Boden liegt oder von dem anderem gejagt und gemoppt wird, ist es Zeit, das „Spiel“ zu beenden.

4. Dem eigenen Hund Schutz geben, wenn er ihn braucht.

Egal ob im Freilauf oder an der Leine gilt: Sucht dein Hund in deiner Nähe oder zwischen deinen Beinen Schutz, dann solltest du ihm diesen geben. Am einfachsten gibst du deinem Hund Schutz, indem du andere Hunde vor ihm abschirmst, ihm gleichzeitig aber die Möglichkeit gibst, auszuweichen. Gerade kleine Hunde werden gerne auch mal auf den Arm genommen, besser ist jedoch, sie zwischen die Beine in der Hocke abzuschirmen, so hat dein Hund trotzdem die Möglichkeit, nach vorne oder hinten auszuweichen, um der Situation zu entfliehen. Auch für größere Hunde gilt: Schutz ermöglichen, aber nicht zum Schutz zwingen. Dein Hund sollte selbst entscheiden dürfen, wie lange er den Schutz seines Besitzers braucht und wann er sich wieder traut, das „Versteck“ zu verlassen. Übrigens sollte es selbstverständlich sein, dass du, wenn die Situation sich nicht beruhigt, mit deinem Hund aus der Situation herausgehst, entweder die Richtung wechselst oder gleich den Heimweg antrittst.

Wir hoffen, die Tipps helfen dir und deinem Hund auf eurem nächsten Spaziergang. Wenn du wissen möchtest, wie du deinen Hund sicher und ruhig durch eine Hundebegegnung führen kannst, dann lade dir jetzt kostenlos die Pupy App herunter und beginne heute noch mit dem Training.

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Tipps & Tricks Training

5 Tipps für das Gehen an lockerer Leine

Sehnst du dich nach einem langen entspannten Spaziergang mit deinem Hund? Spaziergänge sollen erholsam für Hund und Besitzer sein, doch spätestens wenn der Hund mit strammer Leine durch die Haustür prescht, ist es oft dahin mit der Entspannung. Das Gute ist, es geht auch anders! Wir von Pupy haben 5 Tipps für dich, wie du bereits schon beim Verlassen der Haustüre mehr Entspannung und Ruhe in euren Spaziergang bringen kannst.

1. Das Anleinen

Hier entsteht meist schon der erste Stress bei Hund und Halter. Damit das nicht passiert, kannst du jedes Anleinen, ganz gleich ob zuhause oder unterwegs, mit einem Ritual verknüpfen. Gebe deinem Hund ein bekanntes Kommando, z.B. Sitz oder Platz, ehe du ihm Halsband und Leine anlegst. Anschließend kannst du deinen Hund mit einem Leckerli oder verbalem Lob belohnen. Wichtig ist, dass das Ritual ruhig von statten geht. Ist dein Hund generell unruhig, bevor es auf den Spaziergang geht, kannst du mithilfe eines Ruherituals oder einem konditionierten Entspannungssignals arbeiten.

2. Der sichere Hafen

Manche Hunde ziehen an der Leine, weil sie einer unangenehmen oder bedrohlichen Situation aus dem Weg gehen wollen. Achte auf die Körpersprache deines Hundes und führe deinen Hund bei Hundebegegnungen an der Leine, immer auf der dem anderem Hund abgewandten Seite. Du kannst deinen Hund in gruseligen oder unheimlichen Situationen auch Sicherheit geben, indem du deinen Hund zwischen deine Beine nimmst oder dich schützend vor ihn stellst.

3. Freizeit- und Trainingsmodus

Immer konsequent den Trainingsmodus einzuhalten und an der Leinenführigkeit arbeiten, fällt keinem Hundebesitzer leicht. Deswegen bietet es sich an, ein Ritual einzuführen, welches deinem Hund signalisiert, dass er nun auch einmal etwas ziehen darf, bzw. eine leichte Spannung auf der Leine okay ist. Dafür kannst du deinen Hund ein Geschirr anziehen und ihn vom Halsband auf das Geschirr umschnallen. Geschirre sind dafür da, dass ein Hund etwas ziehen kann, z.B. einen Schlitten oder eine andere Last. Natürlich gelten auch hier Regeln, denn durch die Gegend ziehen lassen solltest du dich auch nicht von deinem Hund. Das Geschirr soll dir nur ermöglichen, etwas inkonsequenter sein zu dürfen, wenn du mal keine Zeit oder auch Lust hast zu trainieren – es ist euer Freizeitmodus!

4. Stimmung und Körperhaltung

Die Leine ist etwas positives und du solltest sie auch als solches betrachten. Hunde können durch Stimmungsübertragung unsere Gefühlswelt wahrnehmen und spiegeln. Daher ist es enorm wichtig, selbst entspannt und ruhig zu bleiben, wenn wir mit unserem Hund spazieren gehen. Ein an der Leine ziehen deinerseits während einer Hundebegegnung, kann für deinen Hund als Zeichen für seinen Startschuss nach vorn aufgefasst werden.

5. Geduld

Hunden ist es nicht in die Wiege gelegt worden, brav neben seinem Menschen her zu laufen. Gerade im ersten Lebensjahr gibt es für unsere Hunde so viel Neues zu entdecken. Daher ist bei jedem Gehorsamkeitstraining deine Geduld gefragt. Es geht nicht darum, so schnell wie möglich ans Ziel zu kommen, sondern langfristig eine harmonische Beziehung zu deinem Hund aufzubauen. Übe dich also in Geduld und sei nicht enttäuscht, wenn es im Training mal langsamer voran geht. Manchmal hilft eine kleine Pause, um dann wieder entspannt und locker mit dem Training weiterzumachen!

Mit unserer Pupy App kannst du dich an deine Trainingseinheiten erinnern lassen. Tägliche Tipps und weitere Fachartikel unterstützen dich und deinen Hund dabei, eure Ziele langfristig zu erreichen. Lade dir heute die Pupy App herunter und starte gleich mit deinem ersten Training!

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Tipps & Tricks

Ist dein Hund wirklich ein Fleischfresser?

„Hunde brauchen Fleisch“ – ein Satz, der im Rahmen von Ernährungsratgebern und Diskussionen um die bedarfsgerechte Fütterung des Hundes immer wieder aufkommt. Doch sind Hunde tatsächlich Fleischfresser oder handelt es sich bei ihnen eher um Allesfresser? Die Physiologie des Hundes deutet darauf hin, dass jener zum Reißen tierischer Beute und damit zum Essen von Fleisch gemacht ist – ein Raubtier, ein Jäger.

Was sagt die Forschung?

Studien deuten darauf hin, dass Hunde tatsächlich vielerorts eher selten Fleisch, dafür jedoch eine kohlenhydratbasierte Nahrung zu sich nehmen. Wildlebende Hunde ernähren sich hauptsächlich von allem, was in der Nähe menschlicher Siedlungen anfällt: Müll, Nutztier-Karkassen, Ernteresten und auch menschlichen Fäkalien. Studien aus Indien, Zimbabwe und Chile haben gezeigt, dass lediglich zwischen 11% und 20% der Nahrungsquellen aus selbst erjagten Beutetieren bestehen, der Großteil der Tiere ernährte sich von Aas, Haushaltsresten und Ernteresten (Brown, 2016; Silvia-Rodriguez et al., 2016; Vanak & Gompper, 2009). Indische Straßenhunde haben sich an eine hauptsächlich auf Kohlenhydraten basierte Ernährung angepasst. Die Welpen jener Hunde zeigten ebenfalls keine Präferenz für fleischbasierte, sondern eher für kohlenhydratreiche Nahrungsmittel. Erst erwachsene Hunde, die in der Lage sind, Aas größerer Nutztiere zu vertilgen, zu schleppen und selbstständig jagen können, fressen bevorzugt tierisches Protein (Bahdra & Bahdra, 2014).

Können Hunde Getreide fressen?

Die Anpassung an stärkehaltige Nahrung hat auch physiologische Folgen. So haben Hunde, je nach Rasse, durchschnittlich etwa fünfmal mehr Kopien des Gens AMY2B, das zur Stärkeverwertung benötigt wird. Während Wölfe und Dingos ca. zwei Kopien des AMY2B-Gens besitzen, haben Hunde im Durchschnitt zehn Kopien (Axelsson et al., 2013, Arendt et al., 2014). Die Wissenschaftler gehen dabei von einer Anpassung an den Lebensraum aus, da Hunde, die aus Regionen stammen, in denen prähistorische Landwirtschaft betrieben wurde, eine deutlich höhere Anzahl an Genkopien aufweisen als solche, die auf andere Nahrungsquellen zugreifen mussten (Arendt et al., 2016, Reiter et al., 2016).

Hunde haben sich an die Ernährung des Menschen angepasst

Unsere Haushunde haben sich im Laufe der Zeit an das vorhandene Nahrungsangebot ihrer Lebensregionen sowie an das Ernährungsangebot, das sie seitens des Menschen zur Verfügung gestellt bekommen, angepasst (Pajic et al., 2019). Hunde sind zwar fakultative Carnivoren, die eine auf tierischem Protein basierende Ernährung meist bevorzugen und von ihr profitieren (Bhadra et al., 2015), doch der Hund kann nicht als reiner Fleischfresser bezeichnet werden, denn die Ernährungsgewohnheiten des Wolfes lassen sich nicht auf den Hund übertragen.

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Tipps & Tricks Training

Was ist Trickdogging?

Ein Hund der Moonwalk kann, Skateboard fährt oder einen Handstand macht? Dies sind alles Tricks, mit denen sich Trickdogger unter anderem beschäftigen. Beim Trickdogging geht es darum, seinem Hund diverse Kunststücke beizubringen, z.B. Männchen machen oder Rolle bis hin zum Wäsche ausräumen und Socken bringen. Wer hat schließlich noch nicht davon geträumt, dass der Hund den Haushalt schmeißt und dabei auch noch Spaß hat? Egal, ob die Tricks nur im privaten Raum geübt werden oder wenn es vielleicht das Ziel ist, einmal auf einer großen Bühne oder im Fernsehen aufzutreten, Trickdogging bietet Hund und Mensch viele Vorteile.

So wird vor allem die Bindung und das Vertrauen gefördert. Auch das Selbstvertrauen des Hundes steigt und der Hund wird ausgeglichener und aufmerksamer. Dabei ist ein ausgelasteter Hund auch meistens deutlich braver. Das Arbeiten für Futter oder Spielzeug ist eine gute Möglichkeit deinen Hund zu belohnen, stellt den Hund zufrieden und kann Verhaltensauffälligkeiten vorbeugen. Aber abgesehen davon, macht es Hund und Mensch einfach unglaublich viel Spaß und das steht beim Trickdogging auch zu jeder Zeit im Vordergrund.

Jeder Hund kann Tricks lernen

Trickdogging ist für jeden Hund geeignet, kann überall ausgeführt werden und außer Leckerchen braucht man nichts weiter, wobei ein Clicker aber sehr hilfreich sein kann.

Der Clicker sagt dem Hund, dass sein Verhalten richtig war und er dafür eine Belohnung bekommt. So ist eine exakte Bestärkung möglich. Zur Konditionierung auf den Clicker lässt du deinen Hund vor dir sitzen. Dann clickst du und gibst deinem Hund sofort ein Leckerchen. Dieses wiederholst du einige Male. Um zu überprüfen, ob dein Hund das Prinzip verstanden hat, kannst du clicken, wenn er gerade leicht abgelenkt ist. Schaut dein Hund nach dem Click zu dir, hat er die Verknüpfung verstanden. Anstatt eines Clickers kannst du auch ein Markersignal verwenden, ein Wort, welches du anstatt des Clickergeräusches sagst.

Training durch positive Verstärkung

Trainiert wird beim Trickdogging durch operante Konditionierung mit positiver Verstärkung. Das bedeutet, für jedes richtige Verhalten gibt es ein Leckerchen, alles andere wird ignoriert. Wichtig ist, dass du jeden Trick kleinschrittig aufbaust und erst die Anforderungen steigerst, wenn dein Hund den Schritt sicher kann.

Verhalten bekommen

Damit dein Hund ein bestimmtes Verhalten ausführt, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die ich kurz erläutern möchte. Beim Capturing fängt man spontanes Verhalten ein und belohnt dieses, zum Beispiel wenn dein Hund sich schüttelt. Beim Shaping belohnt man die Vorstufen des fertigen Verhaltens und tastet sich so immer weiter vor. Eine Sonderform des Shapings ist das sogenannte Free Shaping. Der Hund bekommt keine Vorgabe was zu tun ist und probiert durch Anbieten von Verhalten, dem Zielverhalten näher zu kommen. Möchte ich zum Beispiel, dass mein Hund mit einer Pfote einen Gegenstand berührt, belohne ich so zuerst jede Bewegung in Richtung des Gegenstandes, dann Bewegungen mit der Pfote zum Gegenstand und dann das Berühren. Hier empfiehlt sich ganz besonders der Einsatz eines Clickers. Eine weitere Variante ist das Locken, wobei man hier aufpassen muss, dass das Lockmittel früh genug wieder ausgeschlichen wird. Des Weiteren kann man Verhalten über Targets aufbauen oder über die Nachahmungsmethode „Do As I Do“ von Claudia Fugazza.

Achtung!

Beim Training kann es immer wieder vorkommen, dass dein Hund nicht sofort versteht, was du von ihm willst. Folgende Verhaltensweisen zeigen, dass dein Hund überfordert ist: angelegte, zurückgedrehte Ohren, Gähnen, über die Nase lecken, strecken und dehnen oder schütteln.

Solltest du eine oder mehrere dieser Verhaltensweisen beobachten, solltest du im Training einen Schritt zurückgehen, die Ablenkung verringern, eine Pause machen, einen anderen Trick üben oder den Übungsaufbau kontrollieren.

Übungsgestaltung

Als Anfänger solltest du nur für ein paar Minuten am Stück mit deinem Hund üben. Seid ihr schon ein bisschen erfahrener, können die Trainingseinheiten auch länger sein, sollten aber 20-30 Minuten nicht überschreiten. Bestenfalls beendest du die Einheit, bevor dein Hund die Lust verliert.

Tricktraining in verschiedenen Lebenslagen

Ausgewachsene, gesunde Hunde können alle Tricks üben und ausführen, die ihrem Leistungsstand und körperlichen Voraussetzungen entsprechen. Sehr große schwere Hunde sowie Hunde mit langem Rücken sollten dabei zum Beispiel nicht springen.

Auch mit Welpen kann man schon mit dem Tricktraining beginnen, allerdings sollten keine Sprünge und keine Tricks, die den Bewegungsapparat stark belasten, geübt werden. Die Welpenzeit eignet sich für das Erlernen der Grundlagen, nicht nur des Hunde-ABCs, sondern auch beim Tricktraining. Eine Konditionierung auf den Clicker, Target-Training und Einführung in das Free Shaping oder Do As I Do sind auch für Welpen geeignet. Bei Senioren sollten im Zweifelsfall die Tricks mit dem Tierarzt oder Physiotherapeuten abgesprochen werden. Generell können auch ältere Hund alle Tricks machen, die sie gerne ausführen sowie Tricks, die nicht stark körperlich belastend sind oder ein Verletzungsrisiko haben. Pfotentricks, Gegenstände suchen und bringen, Slalom durch die Beine oder Teppich ausrollen, sind auch ein Spaß für ältere Hunde.

Die ersten Tricks

Diese Tricks eigenen sich für den Anfang besonders gut:

  • Pfote geben
  • Twist
  • Slalom durch die Beine

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Innovatives und smartes Hundetraining mit Pupy

Pupy ist die Vision von innovativem und smartem Hundetraining, die der Beziehung zwischen Mensch und Hund eine neue Bedeutung gibt. Aus Liebe zu Hunden und der Leidenschaft zur Verhaltensforschung entstand die Idee, eine App zu entwickeln, die Hundetraining nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen für jeden Hundehalter möglich macht.

Sarah Mertes weiß aus ihrer mehrjährigen Erfahrung als Hundetrainerin und Hundehalterin genau, wie schwer es Hundebesitzern fällt, außerhalb eines Hundeplatzes mit ihrem Hund zu trainieren oder ihn anderweitig zu beschäftigen. Unterforderung, Übergewicht, Verhaltensauffälligkeit oder Ungehorsam sind die Folge. Das Problem: Klassisches Hundetraining auf dem Hundeplatz ist für viele Leute nicht mehr umsetzbar oder einfach unpraktisch. Viele Hundebesitzer wünschen sich eine Möglichkeit, ihren Hund von Zuhause aus zu trainieren, so dass sie Familie, Alltag, Beruf und Zeit mit ihrem Hund vereinen können.

Sarah und ihr Team stellten sich also die Frage, wie es möglich ist, das Wissen, welches in einer klassischen Hundeschule vermittelt wird, mobil möglich zu machen, ohne an Qualität zu verlieren. Schnell kamen sie auf die Idee, ein digitales Produkt zu erschaffen, so etwas wie einen Onlinekurs. Doch wie sollte ein Onlinekurs auf dem Computer mit auf den täglichen Spaziergang mitgenommen werden? Nein, es musste etwas sein, was kleiner ist, ein Hundetrainer für die Hosentasche, eine App!

Die Pupy App war geboren!

Aus Sarahs Leidenschaft als Hundetrainerin, ihrem Team aus Entwicklern und Designern und der Beratung mit Biologen und Tierärzten entstand die App, die professionelles Hundetraining, Beschäftigungsideen und den Zugang zu fundiertem Fachwissen über den Hund möglich macht.